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SCC gewinnt packendes Duell im Penalty-Schießen

spielfeld150 laliDer SC Charlottenburg (SCC) hat sein Heimspiel gegen den OSC 1b „Mighty Bucks“ mit 5:4 nach Penaltyschießen gewonnen (1:2, 2:1, 1:1, 1:0). Bei frostigen Temperaturen im Freiluftstadion Neukölln lieferten sich beide Teams am Sonntagnachmittag ein heißes Duell, das über die gesamte Spielzeit auf Messers Schneide stand und das beide Teams hätten für sich entscheiden können.

Sportlich ging es für beide Mannschaften um nichts. Der SCC war bereits für die Meisterrunde qualifiziert, für die „Mighty Bucks“ stand die Teilnahme an der Platzierungsrunde fest. Und nach dem Modus nimmt kein Team Punkte aus den Spielen gegen Mannschaften mit, die nicht in der gleichen Gruppe weiterspielen. Doch den Charakter eines harmlosen Freundschaftsspiels bekam die Begegnung nie.

Die Anfangsphase gehörte klar den „Mighty Bucks“. In der 5. Minute prüfte Adam Vradenburg mit einem Schuss von halbrechts SCC-Keeper Lucas Koletzki. Das 0:1wenig später resultierte aus einer schönen Einzelaktion von Mathias Hahn. Im Mitteldrittel eroberte er sich den Puck, schüttelte mehrere Gegenspieler ab und überwand mit einem Schuss von linker Position Koletzki (6. Minute). Kurz darauf ergab sich für Caspar Hansson frei vor dem SCC-Gehäuse sogar die Chance auf das 2:0. Dem SCC fehlt es nicht nur in dieser Szene an einer stabilen defensiven Ordnung, gerade im Slot taten sich oft bedenkliche Räume auf.

In der 13. Minute wurden die Gastgeber ihrerseits mal gefährlich. Valerian Sokolovskyi vergab nach schönem Zuspiel von Sturmpartner Ivan Patayala mit einem Schuss aus dem Slot. Eine schöne Einzelaktion brachte kurz darauf den Ausgleichstreffer. Tief im eigenen Drittel nahm sich Ege Sarman den Puck, trug in bis vor das OSC-Tor – und überwand schließlich Gäste-Keeper Sebastian Grunwald (15. Minute).

Doch der Ausgleich hielt nicht lange: Hahn spielt sich auf der linken Seite frei, bediente vor dem Tor Vradenburg, der zum 2:1 vollendete (16. Minute). Es war wieder eine dieser fahrlässigen Lücken im Defensivverbund, die die „Mighty Bucks“ nutzten. Kurz vor Ende des Drittels hätte Felix Schliemann gar noch auf 3:1 erhöhen können, sein Schuss am kurzen Pfosten blieb allerdings an Koletzkis Schoner kleben.

Im zweiten Drittel übernahm dann aber der SCC die Kontrolle über das Spiel. Die Gäste standen nun tiefer und agierten nicht mehr so druckvoll nach vorn. In 25. Minute knallte SCC-Stürmer Georgii Kovalskii den Puck an die Latte. Es war das akustische Startsignal für eine Serie von Großchancen. In der 27. Minute scheiterte wieder Sokolovskyi allein vor dem Tor, nach Vorlage von Sturmpartner Ivan Patayala. Ähnlich ging es kurz darauf Filip Cahoj, der einen Abpraller knapp links neben das Tor setzte (30. Minute).

Der Ausgleich wäre mittlerweile mehr als verdient gewesen, stattdessen stellte der OSC auf 1:3 – unter großer Mithilfe des SCC. Ein herrenloser Puck trudelte ins Drittel der Gastgeber, statt ihn zu klären, spielte der SCC ihn in den Schläger des nachsetzenden Hahn, der seinen Mitspieler Tom-Pierre Heinisch vor dem Tor mustergültig bediente (32. Minute).

Der SCC zeigte sich allerdings unbeeindruckt und agierte weiterhin druckvoll: Mit einer schönen Kombination stellten die Zebras den Anschluss her. Von rechts bediente Patayala den auf links frei stehenden Kovalskii, der den Puck direkt vors Tor auf Sokolovskyi weiterleitete, der ihn schließlich im Tor versenkte (36. Minute). Kurz vor dem Pausenpfiff belohnte sich der SCC für seine offensives Spiel noch mit dem 3:3: Cahoj netzte aus dem Slot ein, nach Zuspiel von Sokolovskyi und Patayala (40. Minute).

Im Schlussdrittel war die Dominanz der Zebras dahin. Das Tempo im Spiel war nun insgesamt nicht mehr so hoch, dafür wurde es nun etwas körperlicher – Ausdruck des Siegeswillens beider Teams. Und es blieb spannend. In der 50. Minute ging der SCC erstmals in Führung, Sebastian Kohrt nutzte mit einem Schuss aus dem hohen Slot ein Überzahlspiel zum 4:3. Das Tor stachelte die Bucks nochmals an: In der 53. Minute hatte OSC-Stürmer Schliemann den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte allein vor dem Tor. Den besorgte dann in der 57. Minute Heinisch, ebenso in Überzahl. Bitter für die Gastgeber: Es war ein vermeidbarer Wechselfehler, der sie dezimiert hatte.

Der Ausgleich war der Auftakt zu einer völlig irren Schlussphase, in der beide Teams auf einen Sieg in der regulären Spielzeit drängten. Der Schlagabtausch gipfelte in der 60. Minute, in der zunächst OSC-Stürmer Vradenburg an SCC-Keeper Koletzki scheiterte, der liegend fast schon geschlagen schien. Praktisch im Gegenzug stürmte Patayala allein auf Grunwald zu – und setzte den Puck neben das Tor.

So ging es ins Penaltyschießen, das in seiner Dramatik den 60 Spielminuten in nichts nachstand. Nachdem auf beiden Seiten jeweils zwei der ersten drei Schützen getroffen hatten, brachte erst der vierten Schütze die Entscheidung. Sebastian Dymke verwandelte zunächst für den SCC, zur tragischen Figur wurde dann ausgerechnet Hahn – bester Akteur auf Seiten der Gäste. Während er seinen ersten Penalty noch verwandelt hatte, scheiterte er beim zweiten Versuch an Koletzki. Und das verrückte Spiel fand einen glücklichen Sieger.

Für den SCC geht am letzten Spieltag der Hauptrunde gegen die klubinterne Konkurrenz der Adler an, die ebenfalls bereits für die Meisterrunde qualifiziert sind. Der Sieger dieses Duells nimmt die Punkte mit in die Finalserie. Ein Freundschaftsspiel wird das Derby schon deshalb nicht.

Torstatistik

0:1 7. Min Hahn (Schliemann, Heinisch)
1:1 15. Min Sarman
1:2 16. Min Vradenburg (Hahn, Tarta)
1:3 32. Min Heinisch (Hahn)
2:3 36. Min Sokolovskyi (Kovalskii, Patayala)
3:3 40. Min Cahoj (Sokolovskyi, Patayala)
4:3 50. Min Kohrt (Sokolovskyi, Patayala)
4:4 57. Min Heinisch (Tarta, Hahn)
5:4 SO Dymke

Strafminuten

SCC: 12 (2 – 2 – 8) OSC 1b: 10 (0 – 4 – 6)

Pressemitteilung SCC Berlin