Die Saison der Landesliga Berlin wurde am Wochenende abgeschlossen und wie immer gibt es zum Abschluss einen Blick auf die, teilweise wenig schönen, Zahlen…
Einen Hinweis gibt es vorab. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, habe ich die Saison 2019/20 ausgewählt. Damals wurden 77 von 90 Spielen ausgetragen, dann musste die Saison abgebrochen werden. In dieser Saison wurde 74 Spiele ausgetragen. Dazu kommen drei Wertungen von Spielen, die abgesagt wurden und eine nachträglich gewertete Partie. Zwei Spiele konnten nicht ausgetragen werden und sie wurden auch nicht gewertet. Somit wurden 74 Spiele statistisch ausgewertet.
Die elf Teams haben insgesamt 376 Spieler gemeldet, darunter waren diesmal nur vier Frauen. Zum Einsatz kamen 309 Spieler, darunter zwei Frauen.
Es wurden 823 Tore erzielt, das entspricht einem Schnitt von 11,12. 2019/20 wurde ein Treffer mehr erzielt. 185 Spieler konnten Tore erzielen. Torschützenkönig wurde Ivan Patayala (SCC) mit 22 Treffern in 15 Spielen. Lucien Aicher (Allstars) kam nach 13 Partien auf 21 Tore, Gino Kinder (Blues) erzielte in 12 Spielen 17 Tore.
213 Spieler teilen sich 1083 Vorlagen. Mit jeweils 20 Vorlagen in 15 Spielen waren hier Ivan Patayala und Valerian Sokolovskyi (beide SCC) die besten Vorleger. Mit jeweils 18 Vorlagen folgen Lucian Aicher (Allstars, 13 Spiele) und Philipp Renz (FASS 1b, 14 Spiele). 21 Vorlagen gingen auf 12 Torhüter. Jan Mannchen (Adler) kam dabei auf vier Vorlagen, drei davon gab er in einem Spiel. Maximilian Lorenz (ERSC) und Dario Piroddi (Allstars) gaben drei Vorlagen. Lukas Koletzki (SCC) und Ben Weyrauch (Wikinger) kamen auf zwei Vorlagen.
Die besten Scorer waren damit Ivan Patayala (SCC) mit 42 Punkten aus 15 Spielen vor Lucien Aicher (Allstars) mit 39 Punkten aus 13 Spielen und Valerian Sokolovskyi (SCC) mit 34 Punkten aus 15 Spielen. Insgesamt konnten 236 Spieler Scorerpunkte sammeln.
Kommen wir zu den unschönen Zahlen der Spielzeit. Es wurden insgesamt 2.118 Strafminuten verteilt, das entspricht einem Schnitt von 28,62 pro Spiel. 2019/20 waren es 2.172, im Schnitt also 28,2 pro Spiel.
200 Spieler holten sich Strafzeiten ab, dazu kommen acht Teams mit Bankstrafen. Strafbankkönig wurde im Endspurt Marvin Melian (OSC) mit 84 Strafminuten, darunter zwei innerhalb kürzester Zeit eingesammelter Matchstrafen. Es folgt Norman Schumann (OSC) mit 72 Minuten, vor Matthias Blaschzik (Spandau) mit 60 Minuten. Drei Torhüter kassierten insgesamt 14 Minuten, Sven Spanrad (Allstars) schaffte es dabei gleich vier Strafen in einem Spiel zu kassieren.
Noch mehr unschöne Zahlen: 2019/250 wurden 19 10er-Strafen verteilt, in dieser Saison auch. Sieben Spieldauer von damals stehen 16 aus dieser Saison gegenüber. Hier schafften es sogar ein Spieler in Zivil und ein Trainer eine Spieldauer zu kassieren. Fünf Matchstrafen gab es damals, Sieben in der abgelaufenen Saison. Allein das ist eine Steigerung von 210 Strafminuten. Und noch ein Vergleich zur letzten Saison, hier wurden in 55 Spielen fünf 10er und vier Spieldauer verhängt und das bei einem Schnitt von 23,72 Minuten pro Spiel. Hier gab es also eher viele kleine Strafen. Einige Spieler sollten sich wirklich einmal überlegen, was sie da auf dem Eis abgezogen haben.
Zum Powerplay: 515 Powerplaysituationen gab es und es wurden 144 Tore erzielt, macht eine Quote von 27,96%. Das beste Powerplay stellten die Berlin Blues. 20 Tore erzielten sie bei 47 Versuchen, macht eine Quote von 42,55%. Es folgen die Allstars, bei 41 Versuchen wurden 17 Tore erzielt, was einer Quote von 41,46% bedeutet. FASS 1b folgt mit einer Quote von 34,37%, 22 Tore wurden bei 64 Versuchen erzielt. Die meisten Powerplays hatten die Adler mit 68, vor FASS 1b mit 64 und die Mighty Bucks vom OSC mit 55. Maximilian Schlattmann (Adler) war mit sechs Treffern der erfolgreichste Powerplayschütze. Es folgen Tim Bartsch (ASC) und Andre Berger (Blues) mit jeweils fünf Treffern. Tom Lorer (Allstars), Stanislav Novak (OSC) und Philipp Renz (FASS 1b) kamen auf vier Treffer. 87 weitere Spieler konnten Powerplaytore erzielen.
Die meisten Gegentore in Überzahl, also Shorthander, kassierte der SCC, acht Treffer waren es. Die Adler folgen mit drei Gegentoren, vier weitere Teams haben zwei Shorthander kassiert.
Das beste Unterzahlspiel hatten der SCC Berlin, knapp vor den Wikingern vom BSchC. Der SCC kam bei zehn Gegentoren in 54 Situationen auf eine Quote von 81,48%, die Wikinger bei Zehn Gegentoren in 55 Situationen auf eine Quote von 81,81. Mit einer Quote von 79,31%, sechs Gegentore in 29 Situationen folgen die Mighty Bucks vom OSC. Mit 70 Unterzahlsituationen liegt der OSC auf dem 1. Platz, gefolgt von den Adlern mit 63 und den Wikingern mit 55. Die Wikinger konnten mit sechs Treffern auch die meisten Shorthander erzielen, mit vier folgen die Allstars, drei konnte der OSC erzielen. 23 Shorthander gab es insgesamt. Joris Gabrisch (Wikinger) und Tom Lorer (Allstars) trafen doppelt, 19 weitere Spieler kamen auf einen Unterzahltreffer.
Die Torhüter: 37 Torhüter wurden gemeldet und zwei Feldspieler halfen im Tor aus. Fünf gemeldete Torhüter kamen nicht zum Einsatz. Dauerbrenner waren Lukas Koletzki (SCC) mit 840 Minuten, vor Ben Weyrauch (Wikinger) mit 800 Minuten und Dennis Benna (ASC) mit 600 Minuten. Vorlagen und Strafen wurde bereits weiter oben erwähnt.
PLAYOFFS:
Für das Finalturnurbier waren insgesamt 103 Spieler spielberechtigt, 83 wurden eingesetzt. Zehn Torhüter standen den vier Teams zur Verfügung, von denen vier Eiszeiten bekamen und vier als Back zur Verfügung standen.
Es wurden 28 Tore erzielt, Steven Haucke (Blues) war mit drei Treffern am erfolgreichsten.
37 Vorlagen wurden gegeben, Joris Gabrisch (Wikinger) war mit vier Vorlagen hier die besten.
Bei den Scorerpunkten landete Patrick Czajka mit fünf Punkten vor Lucien Aicher, Jules Thoma (Beide Allstars), Joris Gabrisch, Dennis Hesse (beide Wikingermit vier Punkten. 94 Strafminuten wurden abgesessen. Es gab 29 Powerplays, von denen fünf genutzt wurden. Die Wikinger erzielten im kleinen Finale die einzigen beiden Unterzahltore.
Für die Berlin Blues war es nach 2013/14 der zweite Meistertitel. FASS sammelte unter verschiedensten Bezeichnungen den 14. Vizemeistertitel ein, beim neuen BSchC war es der dritte Bronzerang, zwei davon holten die Wikinger.
Ausführliche Statistiken zur Saison, inklusive Playoffs und das aktualisierte Archiv gibt es unter https://www.noppe-ist-schuld.de/aktuelles/landesliga/statistik-archiv und im Ligen-Manager unter https://deb-online.live/liga/lev/sev/senioren/?divisionId=16930
Unter RODI-DB findet ihr weitere Statistiken zu Spielern aus dem Bereich Eishockey. https://www.rodi-db.de/
Alle Angaben sind ohne Gewähr
erschienen bei Icehockeypage








