Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

WWM 2026 Tag 1: Der Eröffnungstag

deb150 1Mit vier Spielen startete die Fraueneishockey-WM in Dänemark. In den Spielen der Gruppe A setzten sich Tschechien gegen Österreich und die USA gegen die Schweiz durch. Die Spiele der Gruppe B endeten mit Erfolgen von Kanada gegen Schweden und Finnland gegen Dänemark.

Gruppe A:

Tschechien tut sich gegen den Aufsteiger schwer

Für Aufsteiger Österreich war es das erste WM-Spiel der Verbandsgeschichte und trotz der sehr schlechten Bedingungen im Nachbarland hatte sich das Team viel vorgenommen. Tschechien ging dennoch als klarer Favorit in dieses Eröffnungsspiel der Gruppe A.

Österreich versteckte sich keinesfalls und die erste Strafe der WM gegen Tschechien sorgte für eine ausgeglichene Anfangsphase. Nach 7:03 wurde Geschichte geschrieben, Anna Meißner ging durch und sie überwand Tschechiens Torhüterin Klara Peslarova zum 1:0. Damit erzielte sie den ersten Treffer Österreichs bei einer A-WM. 65 Sekunden vor der Pause kassierte Österreich den ersten Gegentreffer bei einer WM, Klara Hymlarova konnte Torhüterin Selma Luggin zum Pausenstand überwinden.

Tschechien hatte zwar auch im zweiten Drittel Vorteile, Österreich hielt aber weiter gut mit. Im Anschluss an ein Powerplay kam Tschechien nach 34 Minuten zur glücklichen Führung. Ein Schuss von Natalie Mlynkova wehrte Österreichs Torhüterin ab, allerdings traf der Puck eine Abwehrspielerin und von ihr prallte der Puck ins Tor. Tschechien hatte sich nun deutlichere Vorteile verschafft, den Vorsprung konnten sie aber bis zur Pause nicht ausbauen.

Der Druck auf das Tor von Österreich wuchs im letzten Drittel, nun kam Österreich nicht mehr zu vielen Angriffen. Die 53. Minute brachte eine Vorentscheidung, Katerina Mrazova konnte mit einem Nachschuss das 1:3 erzielen. Österreich gab nicht auf und sie zogen 100 Sekunden vor dem Ende die Torhüterin. 21 Sekunden später konnte Katerina Mrazova mit ihrem zweiten Treffer per Empty Net Goal den Sack endgültig zu machen.

Österreich hat beim ersten WM-Auftritt bewiesen, dass sie nicht unterschätzt werden dürfen. Tschechien hat am Ende zwar verdient gewonnen, sie müssen sich aber noch steigern, um bei der WM eine gute Rolle spielen zu können.

Österreich – Tschechien 1:4 (1:1/0:1/0:2)

Schiedsrichter: M. Bahl, T. Haack – S. Gagnon, A. Johnston
Zuschauer: 415
Strafen: AUT 10 (0/4/6), CZE 6 (2/4/0)
Tore:
1:0 (07:03) A. Meixner (T. Schafzahl); 1:1 (18:55) K. Hymlarova (A. Tejralova);
1:2 (33:27) N. Mlynkova (S. Cajanova, K. Mrazova);
1:3 (52:22) K. Mrazova (N. Mlynkova); 1:4 (58:41) K. Mrazova ENG;
Beste Spielerinnen: Selma Luggin (AUT), Katerina Mrazova(CZE)

Weltmeister startet standesgemäß

An guten Tagen können die Schweizer gegen die USA sicherlich ein gutes Ergebnis erreichen, Titelverteidiger USA war aber Favorit.

Zwar hatten die USA Vorteile, viele Schüsse ließen die Schweizer aber nicht zu. Nach zehn Minuten war Andrea Brändli im Tor der Schweiz doch geschlagen, einen Querpass verwandelte Hannah Bilka sicher zur Führung. Ein erstes Powerplay brachte den Schweizerinnen erste Entlastung und es folgte gleich noch ein zweites. Insgesamt hatten die USA bis zur Pause Vorteile, weitere Tore wurden nicht erzielt.

Nach 24 Minuten konnten die USA nachlegen, Casey O’Brien erhöhte auf 0:2. Die erste Strafe gegen die Schweiz nutzten die USA, um durch Leila Edwards auf 0:3 zu erhöhen. Die USA blieben überlegen, aber mit viel Einsatz verhinderten die Schweizerinnen bis zur Sirene weitere Gegentore.

71 Sekunden nach Wiederbeginn wurden letzte Zweifel an einem Sieg der USA beseitigt, Hannah Bilka kam zu ihrem zweiten Treffer und es stand 0:4. Das 0:5 folgte nach 47 Minuten, Kirsten Simms trug sich in die Torschützenliste ein. Hilary Knight zeigte in der 50. Minute das sie auch mit dabei war, sie machte das halbe Dutzend voll. 54 Sekunden vor dem Ende konnte Laila Edwards noch das 0:7 erzielen, dann waren die Schweizer erlöst und US-Torhüterin Aerin Frankel feierte den ersten Shutout der WM.

Die Schweiz hatte gegen den Weltmeister und Olympiasieger keine Chance und muss sich schnellstens von diesem Spiel erholen. Die USA sind eindrucksvoll in die WM gestartet.

Schweiz – USA 0:7 (0:1/0:2/0:4)

Schiedsrichter: J. Berezowski, S. Neary, L. Fischer, S. Thomson
Zuschauer: 727
Strafen: SUI 2 (0/2/0), USA 6 (4/2/0)
Tore:
0:1 (09:01) H. Bilka (T. Fox);
0:2 (23:44) C. O’Brien (L. Eden, C. Harvey); 0:3 (32:56) L. Edwards (C. Harvey, C. O’Brien) PP1:
0:4 (41:11) H. Bilka (A. Murphy, T. Fox); 0:5 (46:40) K. Simms (C. Harvey, L. Eden); 0:6 (49:38) H. Knight (K. Pannek); 0:7 (59:06) L. Edwards (A. Carpenter, T. Janecke);
Beste Spielerinnen: Alina Müller (SUI), Caroline Harvey (USA)

Gruppe B:

Kanada startet erfolgreich

Ein sicherlich interessantes Duell gab es zum Auftakt der Gruppe B, wobei Vizeweltmeister Kanada die Favoritenrolle inne hatte.

Die Kanadierinnen übernahmen auch gleich das Kommando und die 7. Minute brachte ihnen die Führung durch Jessie Eldridge. Vier Minuten später war Schwedens Torhüterin  Ebba Svenson Traff erneut geschlagen, in Überzahl landete ein Schuss von Emily Clark im Tor der Schwedinnen. Zur Pause stand es 0:3, denn Rebecca Leslie konnte 77 Sekunden vor der Sirene einen Fehler ausnutzen.

Es blieb auch im 2. Drittel bei einer Überlegenheit von Kanada, Schweden kam nur selten zu Angriffen. Und in Überzahl sorgte Kendall Cooper nach 30 Minuten für das 0:4. Drei Minuten kassierte Schwedens Nicole Hall wegen Slew-footing eine Spieldauerdisziplinarstrafe und so kam Kadada zu einem landen Powerplay. Bis zur Pause konnten sie das nicht nutzen und so ging es mit dem 0:4 in die Pause.

Schweden überstand auch den Rest der Unterzahl und wenig später konnten sie in Überzahl den ersten Treffer erzielen. Hanna Thuvik staubte ab und Kanadas Torhüterin Ann-Renee Desniens war geschlagen. Kanada kam nach 54 Minuten zu einen weiteren Treffer, in Überzahl konnte Lessie Eldridge ihren zweiten Treffer der Patrie erzielen.

Es war ein souveräner Auftritt der Kanadierinnen, die schon früh alles klar machen konnten. Schweden zeigte zwar einen guten Einsatz, gefährlich werden konnten sie den Kanadierinnen aber nicht.   

Schweden –Kanada 1:5 (0:3/0:1/1:1)

Schiedsrichter: A. Nurmi, A. Orlandini – E. Greenen, N. Suchanek
Zuschauer: 578
Strafen: SWE 21 + Spieldauerdisziplinarstrafe N. Hall (Slew-footing) (4/31/6), CAN 6 (2/0/4)
Tore:
0:1 (06:59) J. Eldridge (R. Tremblay, K. Cooper) PP1; 0:2 (10:13) E. Clark (D. Watts, E. Ambrose); 0:3 )18:43) R. Leslie;
0:4 (K. Cooper (J. Eldridge) PP1;
1:4 (42:37) H. Thuvik (M. Jungacker, J. Raunio) PP1; 1:5 (54:44) J. Eldridge (C. Kraemer, Ch. Primerano) PP1;
Beste Spielerinnen: Sara Hjalmarsson (SWE), Jessie Eldridge (CAN)

Finnland gewinne gegen Dänemark

Gastgeber Dänemark war zwar Außenseiter, der Heimvorteil hat aber schon einigen Teams geholfen, eine Sensation zu schaffen.

Und nach vier Minuten konnte Finnland den ersten Treffer des Spiels erzielen, hoch im Eck von Torhüterin Emma-Sofie Nordström schlug ein Schuss von Elisa Holopainen ein und der Favorit führte. Finnland war weiter klar überlegen und so hatte die Abwehr des WM-Gastgebers einiges zu tun. Bei einem Schussverhältnis von 0:23 blieb es bis zur Pause bei einem Treffer.

Im 2. Drittel trafen die weiter überlegenen Finnen besser. Erst konnte Emma Nuutinen nach 25 Minuten auf 0:2 erhöhen, dann konnte Sofia Nuutinen mit dem ersten Unterzahltreffer des Turniers 120 Sekunden später das 0:3 erzielen. Dänemark kam in diesem Abschnitt immerhin zu ersten guten Angriffen, Tore sahen die Zuschauer bis zur Pause keine mehr.

Etwas überraschend kam Dänemark im letzten Drittel zum Anschlusstreffer. Nikita Bergmann überraschte Finnlands Torhüterin Sanni Ahola mit einem Schuss vom Bullykreis und es stand nach 43 Minuten nur noch 1:3. Die Antwort von Finnland kam fünf Minuten später, Petra Nieminen erhöhte auf 1:4. Mit diesem Spielstand und dem erwarteten Sieg des Favoriten endete das Spiel.

Dänemark hatte keine Chance, Finnland war klar überlegen und siegte verdient.

Dänemark – Finnland 1:4 (0:1/0:2/1:1)

Schiedsrichter: V. Lovensko, A. Martin – K. Glover, K. Hajkova
Zuschauer: 1.425
Strafen: DEN 6 (4/0/2),  FIN 4 (0/4/0)
Tore:
0:1 (03:56) E. Holopainen (J. Schalin);
0:2 (24:38)E. Nuutinen (S. Tapani, M. Karvinen); 0:3 (26:38) S. Nuutinen SH1;
1:3 (42:32) N. Bergmann; 1:4 (47:27) P. Nieminen (O. Koukula);
Beste Spielerinnen: Emma-Sofie Nordström (DEN), Oona Koukkola (FIN)

TABELLEN:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

USA

1

7:0

7

3

2

Tschechien

1

4:1

3

3

3

Deutschland

0

0:0

0

0

4

Österreich

1

1:4

-3

0

5

Schweiz

1

0:7

-7

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Kanada

1

5:1

4

3

2

Finnland

1

4:1

3

3

3

Japan

0

0:0

0

0

4

Dänemark

1

1:4

-3

0

5

Schweden

1

1:4

-4

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/ww/schedule