WM 2024 Tag 4: Start in den 3. Spieltag +++UPDATE 23:10 UHR+++

deb150 1Mit einigen Spitzenspielen startete der 3. Spieltag der WM. Am Nachmittag konnte sich Finnland gegen Norwegen durchsetzen, die Slowakei gewann nach Verlängerung gegen die USA.Am Abend konnte die Schweiz gegen Tschechien nach Penaltyschießen gewinnen und Schweden ließ Deutschland keine Chance.

GRUPPE A:

Finnland gewinnt ohne Probleme

Die nach zwei Spieltagen punktlosen Norwegen gingen als Außenseiter in diese Partie, ein Sieg von Finnland wurde erwartet.

Norwegen geriet von Beginn an unter Druck und eine frühe Strafe verstärkte diesen. Die zweite Strafzeit nutzten die Finnen, Oliver Kapanen fälschte einen Schlagschuss ab und Jonas Arntzen war nach sieben Minuten geschlagen. Finnland blieb überlegen, die Konter von Norwegen waren aber auch gefährlich. Und ein gutes Powerplay brachte ebenfalls Einschussmöglichkeiten. 124 Sekunden vor der Pause waren es dann aber doch wieder die Finnen, die trafen, diesmal war Arttu Hyry mit einem Nachschuss erfolgreich.

27 Sekunden nach Wiederbeginn kam Arttu Hyry zu seinem zweite Treffer und wieder staubte er ab. Norwegen hatte trotz der finnischen Überlegenheit auch ein paar gute Chancen, nach 31 Minuten mussten sie aber das 0:4 von Oliver Kapanen hinnehmen. 73 Sekunden vor der Pause gelang ihnen doch noch der erste Treffer, frisch von der Strafbank kommend wurde Max Krogdahl auf die Reise geschickt und er ließ Finnlands Torhüter Harri Säteri keine Chance. Und so hatten sie sich nach 40 Minuten zumindest etwas für ihren guten Einsatz belohnt.

Finnland war weiter überlegen und sie erspielten sich weitere Torchancen. Am Spielstand konnten sie aber nichts ändern, denn Norwegens Torhüter zeigte eine starke Leistung.

Finnland gewann verdient, Norwegen muss weiter auf den ersten WM-Punkt warten.

Norwegen – Finnland 1:4 (0:2/1:2/1:4)

Schiedsrichter: Ch: Holm (SWE), T. Hronsky (SVK) – D. Hynek (CZE), L. Lundgren (SWE)
Zuschauer: 16.127
Strafen: NOR 10 (6/2/2), FIN 4 (4/0/0)
Tore:
0:1 (06:49) O. Kapanen (O. Kaski) PP1; 0:2 (17:56) A. Hyry (O. Kaski, J. Innala);
0:3 (20:27) A. Hyry (J. Jääskä, J. Innala); 0:4 (30:59) O. Kapanen (.: Oskanen); 1:4 (38:47) M. Krogdahl (J. Johannsen);
Beste Spieler: Martin Ronnild (NOR), Arttu Hyry (FIN)

Schweiz gewinnt nach Penaltyschießen

Der Sieger dieser Partie würde einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale machen. Im Moment trennt beide noch ein Punkt und es versprach ein spannendes Abendspiel zu werden.

Das Spiel begann sehr ausgeglichen, beide Teams hatten ihre Angriffe. Nach 13 Minuten gab es die erste Strafe gegen Tschechien und wie am Vortag nutzten die Schweizer das aus. Der frisch eingeflogene Kevin Fiala schlenzte die Scheibe nach 44 Sekunden über Torhüter Lukas Dostal hinweg zum 1:0 ins Tor. Dieser Treffer machte in diesem Drittel den Unterschied und so führten die Schweizer nach einem ausgeglichenen Drittel mit 1:0.

Ausgeglichen ging es auch weiter. Die Tschechen versuchten Druck aufzubauen, die Schweizer befreiten sich immer wieder. Auch ein Powerplay brachte den Tschechen nur Vorteile, aber nicht den Ausgleich. Es wurde ein immer intensiver geführtes Spiel und nach 36 Minuten zeigten auch die Tschechen, dass sie Powerplay können. 12 Sekunden dauerte es, dann landete ein Schuss von Matej Stransky unhaltbar für Torhüter Leonardo Genoni zum 1:1 im Tor. Es war nach 40 Minuten ein gerechter Spielstand, allerdings holten sich die Tschechen acht Sekunden vor der Pause noch eine Strafe ab.

Dieses Powerplay brachte den Schweizern kein Treffer und danach ging es wieder hin und her. Tschechien konnte ebenfalls ein Powerplay nicht nutzen und dann wurde es wieder ein abwechslungsreiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nur weitere Tore fielen nicht und so gab es die 5. Verlängerung dieser WM.

45 Sekunden vor Ende der Verlängerung kassierte Tschechien eine Strafe und so drohte Gefahr. Doch es blieb beim 1:1 und so boten beide nach einem hochklassigen Spiel auch noch ein Penaltyschießen, das zweite bei dieser WM.

Kevin Fiala und Philipp Kurashev trafen für die Schweiz, Matej Stransky für Tschechien. Damit holte sich die Schweiz den zweiten Punkt.

Die Punkteteilung ging in Ordnung und damit können beide auch gut leben. Der zweite Punkt hilft natürlich den Schweizern mehr.

Schweiz – Tschechien 2:1 (1:0/0:1/0:0) n.P.

Schiedsrichter: A. Ansons (LAT), A. Schrader (GER) – O. Durmis (SVK), A. Nyqvist (SWE)
Zuschauer: 17.413
Strafen: SUI 10 (0/8/2/0), CZE 12 (2/8/0/2)
Tore:
1:0 (13:36) K. Fiala (N. Hischier, R. Josi) PP1;
1:1 (35:57) M. Stansky (D. Spacek, R. Cervenka) PP1;
Beste Spieler: Roman Josi (SUI), Matej Stansky (CZE)

GRUPPE B:

Slowaken gewinnen nach Verlängerung

Ein Sieg aus zwei Spielen haben beide erreicht. Die USA gingen favorisiert ins Spiel, ein Sieg der Slowaken wäre aber auch keine Überraschung.

Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, dann klingelte erstmals. Milos Kelemen konnte einen Querpass mit der Rückhand an Torhüter Alex Nedeljkovic vorbei ins Tor lenken und die Slowaken führten nach vier Minuten. Ausgeglichen, bei nur wenigen Torchancen, ging es weite und nach 12 Minuten fiel der zweite Treffer. Libor Hudacek konnte einen Konter erfolgreich abschließen und e profitierte dabei von einer schönen Vorarbeit von Tomas Tatar. Es ging bis zur Pause sehr intensiv zur Sache, weitere Tore wurden nicht bejubelt.

Mit einem Sturmlauf der USA ging es im 2. Drittel weiter. Sie drückten auf den Anschlusstreffer, aber zunächst nicht fallen wollte. Nach 25 Minuten war es doch so weit, Matt Boldy traf zum 1:2. Einen erste Schuss von Luke Hughes konnte der slowakische Torhüter Samuel Hlavaj noch abwehren, der Nachschuss vor Boldy saß und die USA waren dran. Doch die Slowaken schlugen zurück, kurz nach einem Powerplay sorgte Simon Nemec mit einem Schuss von der Seite nach 28 Minuten für das 1:3. Eine Minute später legten sie nach, Patrik Koch traf mit einem Schuss ins kurze Eck und nun hatte der US-Keeper genug vom Spiel und er wurde durch Trey Augustine ersetzt. Die USA drängten weiter, aber auch zwei Powerplays halfen nicht den Spielstand bis zur Pause zu verändern.

Eines musste man den USA lassen, sie kämpften weiter. Und nach 45 Minuten kamen sie auch zum 2:4, Shane Pinto sorgte für neue Hoffnung bei den USA. Und sechs Minuten vor dem Ende wurde es wieder richtig spannend, denn Brady Tkachuk konnte nach einem Konter auf 3:4 verkürzen. Drei Minuten später war das Spiel wieder offen, Luke Hughes traf, wieder nach einem Konter, zum 4:4. Bei diesem Ergebnis blieb es nach 60 Minuten und es folgte eine Verlängerung.

Die volle Distanz wurde hier nicht benötigt, denn Milos Kelemen konnte 64 Sekunden vor dem Ende den 4:5-Siegtreffer erzielen.

Der Sieg der Slowaken war nicht unverdient, sie hatten den besseren Torhüter und sie haben ihre Chancen besser genutzt. De US-Boys bewiesen aber Moral und holten sich verdient den einen Punkt.

USA – Slowakei 4:5 (0:2/1:2/3:0) n.V.

Schiedsrichter: M. Campbell (CAN), M. Pearce (CAN) – J. Spur (CZE), E. Yletyinen (SWE)
Zuschauer: 9.109
Strafen: USA 6 (4/2/0/0), SVK 6 (2/4/0/0)
Tore:
0:1 (03:17) M. Kelemen (M. Sukel, A. Kudrna); 0:2 (11:26) L. Hudacek (T. Tatar);
1:2 (24:43) M. Boldy (L. Hughes, J. Gaudreau); 1:3 (27:03) S. Nemec (M. Fehervary, M. Pospisil); 1:4 (28:47) P. Koch (M. Pospisil);
2:4 (44:32) A. Pinto (J. Farabee, T. Zegras); 3:4 (53:56) K. Tkachuk; 4:4 (56:38) L. Hughes (J. Sanderson);
4:5 (63:56) M. Kelemen (S. Nemec, M. Pospisil)
Beste Spieler: Luke Hughes (USA), Samuel Hlavaj (SVK)

Schweden gewinnt gegen Deutschland deutlich

Schweden war nach zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen Favorit, wenn beim DEB-Team alles funktioniert, wäre aber auch ein Punktgewinn möglich. Ohne Nico Sturm und Maksymilian Szuber ging Deutschland in diese Partie, dafür war Lukas Reichel erstmals mit dabei. Im Tor wurde wieder zu Philipp Grubauer gewechselt. Bei Schweden fehlten Max Friberg und Marcus Sörensen, im Tor startete Samuel Ersson.

Deutschland wurde wieder kalt erwischt, denn nach einer guter Chance für Deutschland folgte der Gegenangriff und den schloss Erik Karlsson nach drei Minuten zum 0:1 ab. Schweden hatte danach mehr Spielanteile, von Deutschland kamen nur gelegentliche Gegenangriffe. Als Deutschland sich befreien konnte und zu guten Angriffen kam, kassierten sie das 0:2. Marcus Pettersson zog ab und es stand nach 15 Minuten 0:2. 12 Sekunden vor der Pause kassierte Deutschland die erste Strafe des Spiels und neun Sekunden später hatte Victor Olofsson mit einem verdeckten Schlagschuss auf 0:3 erhöht. Schweden führte nach dem ersten Drittel verdient, sie hatten mehr Spielanteile und konnten zwei Chancen nutzen.

Eine frühe Strafe brachte gleich wieder Druck der Schweden und nach 25 Minuten führte der Druck zum 0:4. Carl Grundström fälschte einen Schuss ab und Deutschlands Torhüter war wieder machtlos. Und nach 30 Minuten nutzte Schweden ein Abstimmungsfehler, Andre Burakovsky traf zum 0:5. Schweden bestimmte weiter das Geschehen, von Deutschland kamen nun kaum noch Entlastungsangriffe. Immerhin konnten bis zur Sirene auch weitere Gegentore verhindert werden.

Mathias Niederberger ging im letzten Drittel ins Tor du auch er musste viel eingreifen. Doch Deutschland kam nun auch zu guten Angriffen und nach 48 Minuten konnte Leonhard Pföderl das 1:5 erzielen. Schweden antwortete mit dem 1:6, Isac Lundström vollendete vier Minuten später eine schöne Kombination. Es blieb der letzte Treffer des Spiels, denn die letzten Chancen blieben ungenutzt.

Schweden war der erwartet starke Gegner und sie gewannen verdient. Für Deutschland kommen nun die Gegner, gegen die Punkte geholt werden können und müssen. Allerdings muss dann die Abwehr auch wesentlich besser stehen.

Stimmen zum Spiel (Quelle DEB):

Bundestrainer Harold Kreis: „Nach dem heutigen Spielverlauf war es wichtig, dass wir ein gutes letztes Drittel gezeigt haben. Diese abschließenden 20 Minuten sind das, was wir mit in das nächste Spiel nehmen. Die Schweden haben heute stark gespielt und wir hatten Mühe, in die Partie zu kommen. Wir werden das Spiel natürlich noch einmal genau analysieren und unsere Schlüsse für den restlichen Turnierverlauf ziehen. Wir werden uns jetzt auf unsere Stärken besinnen und darauf aufbauen für die nächsten Spiele.“

Kapitän Moritz Müller: „Das war ein schweres Spiel heute. Wir wussten, dass wir auf einen starken Gegner treffen werden, nichtsdestotrotz können wir das besser machen. Wir waren ein bisschen zu abwartend und sind nicht mutig genug aufgetreten. Jetzt gilt es, sich noch einmal als Mannschaft zusammenzusetzen. Das Turnier geht weiter und wir müssen jetzt unter die beiden letzten Spiele einen Schlussstrich ziehen. Noch haben wir alles selbst in der Hand und diese Chance wollen wir nutzen.“

Verteidiger Lukas Kälble: „Die Schweden haben sich heute stark präsentiert. Wir hatten zu Spielbeginn einige Scheibenverluste und haben uns das Leben damit selbst schwer gemacht. Das schwedische Team hat seine Chancen effizient verwerten können, wir hingegen haben heute nicht unser Spiel gespielt. Im letzten Drittel haben wir gute Ansätze gezeigt und darauf müssen wir jetzt aufbauen. Wir werden das Spiel jetzt abhaken. Wir haben morgen einen Tag Spiel-Pause, den werden wir nutzen, um den Kopf freizubekommen und uns optimal auf das kommende Spiel gegen Lettland vorzubereiten.“

Deutschland – Schweden 1:6 (0:3/0:2/1:1)

Schiedsrichter: J. Hribik (CZE), M. Tscherrig (SUI) – J. Ondracek (CZE), T. Wyonzek (USA)
Zuschauer: 8.309
Strafen: GER 14 (2/8/4), SWE 2 (0/2/0)
Tore:
0:1 (02:54) E. Karlsson (J. Froden); 0:2 (14:52) M. Pettersson (T. Heed, A. Burakovsky); 0:3 (19:57) V. Olofsson (R. Dahlin, A. Burakovsky) PP1;
0:4 (24:31) C. Grundström (R. Dahlin, L. Johansson); 0:5 (29:22) A. Burakovsky (P. Holmberg);
1:5 (47:38) L. Pföderl (M. Michaelis, Y. Ehliz); 1:6 (51:08) I. Lundström (E. Karlsson, L. Bengtsson);
Beste Spieler: Leonhard Pföderl (GER), Victor Olofsson (SWE)

TABELLEN:

GRUPPE A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweiz

3

13:8

5

8

2

Finnland

3

12:2

10

7

3

Kanada

2

9:3

6

6

4

Tschechien

3

8:5

4

6

5

Dänemark

2

6:6

0

3

5

Österreich

2

6:11

-5

0

7

Norwegen

3

6:15

-9

0

8

Großbritannien

2

2:12

-10

0

 

GRUPPE B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweden

3

16:4

12

9

2

Slowakei

3

15:12

3

5

3

Lettland

2

8:6

2

4

4

USA

3

12:11

1

4

5

Kasachstan

2

5:7

-2

3

5

Deutschland

3

8:16

-8

3

7

Frankreich

2

3:6

-3

1

8

Polen

2

5:10

-5

1

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2024/wm/schedule

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