WM 2024 Tag 13: Die Viertelfinalspiele +++UPDATE 23:00 UHR+++

deb150 1Es ist Viertelfinaltag bei der WM und am Nachmittag setzten sich Kanada gegen die Slowakei durch, die Schweiz gewann gegen Deutschland. Die beiden Viertelfinalspiele am Abend konnten Tschechien gegen die USA und nach Verlängerung Schweden gegen Finnland gewinnen.

Titelverteidiger zieht ins Viertelfinale ein

Titelverteidiger Kanada ging sicherlich favorisiert in diese Partie, die Slowaken durften aber nie unterschätzt werden.

Die Kanadier kamen sehr gut ins Spiel und nach 165 Sekunden konnte Jared McCann den slowakischen Torhüter Samuel Hlavaj nach einem Solo zum 1:0 überwinden. Zwei Minuten späte folgte das 2:0, Pierre-Luc Dubois traf mit einem Nachschuss. Nun kamen auch die Slowaken zu ersten Angriffen und dem Anschlusstreffe. Ein Kanadier lenkte einen Pass von Pete Cehlarik unhaltbar für Torhüter Jordan Binnington ind Tor ab und so stand es nach acht Minuten 2:1. Es ging bis zur Pause ausgeglichener zu, ohne dass etwas am Spielstand geändert werden konnte.

Mit Druck der Slowaken begann der 2. Abschnitt, der erste Treffer ging wieder an die Kanadier. Nach einem Konter konnte Nick Paul einen Querpass im Tor unterbringen und es stand nach 24 Minuten 3:1. Auch dieses Drittel verlief dann ausgeglichen und es blieb nach 40 Minuten beim 3:1.

Nach einer ersten Chance der Slowaken kam Kanada zu einem Powerplay von vier Minuten und im Anschluss daran zum 4:1. Dylan Guenther konnte einen Querpass verwerten und die Vorentscheidung war gefallen. Spätestens 20 Sekunden später war alles klar, denn Brandon Tanev konnte per Nachschuss auf 5:1 erhöhen. 28 Sekunden später kam nochmals Hoffnung auf, den Milos Kelemen konnte auf 5:2 verkürzen. Kanada kontrollierte das Spiel weite und sie hatten auch mehr Torchancen. Eine letzte Chance das Spiel noch zu drehen bekamen die Slowaken knapp fünf Minuten vor dem Ende, die Kanadier kassierten zwei Strafen. Die erste nutzte die Slowake, um drei Minuten vor dem Ende durch Marek Hrivik auf 5:3 zu verkürzen. Nun nahmen die Slowaken den Torhüter vom Eis, nur half das nicht mehr. Nick Paul konnte für Kanada das 6:3 erzielen und somit war das Spiel 50 Sekunden vor dem Ende endgültig zu gewinnen.

Kanada gewann verdient, sie waren über 60 Minuten das bessere Team.

Kanada – Slowakei 6:3 (2:1/1:0/3:2)

Schiedsrichter: M. Frano (CZE), M. Kaukokari (FIN) – K. Briganti (USA), D. Zunde (LAT)
Zuschauer: 17.275
Strafen: CAN 10 (0/2/8), SVK 12 (2/0/10)
Tore:
1:0 (02:45) J. McCann (C. Parayko); 2:0 (04:15) P.-L. Dubois (B. Byram, J. Tavares); 2:1 (07:56) P. Cehlarik (J. Slafkovsky);
3:1 (23:48) N. Paul (C. Bedard, D. Guenther);
4:1 D. Guenther (N. Paul, B. Hagel); 5:1 (46:40) B. Tanev (D. Severson, D. Mercer); 5:2 (47:08) M. Kelemen (P. Regenda); 5:3 (56:57) M. Hrivik (L. Hudacek, S. Nemec) PP1; 6:3 (59:10) N. Paul ENG;
Beste Spieler: Dylan Guenther (CAN), Martin Fehervary (SVK)

Schweizer Abwehr schlägt Deutschlands Angriff

Bei Deutschland rückte Daniel Fischbuch für Tobias Fohrler in den Kader, im Tor startete wieder Philipp Grubauer. Die Schweizer traten ohne Ken Jäger und Philipp Kurashev an, Starttorhüter war Leonardo Genoni.

Ei erstes Powerplay nach 13 Sekunden brachte den Schweizern Vorteile, im Anschluss war aber auch das DEB-Team im Spiel. Nach sechs Minuten kamen auch sie zu einem Powerplay und es gab erste gute Chancen. Kurz vor Ablauf der Strafe fiel der erste Treffer, Christoph Bertschy fing im eigenen Drittel einen Pass ab und nach einem Alleingang wa Deutschlands Torhüter gegen einen Schuss hoch ins kurze Eck machtlos. Eine Minute später hatte Deutschland Glück, ein Schuss de Schweizer landete am Pfosten. Die Schweizer hatten weiter die besseren Chancen, Deutschland hatte hinten wieder einige Probleme. Und als die Schweizer nach 17 Minuten zu einer Druckphase kamen, erzielten sie das 2:0. Nico Hischier konnte diese Druckphase mit einem unhaltbaren Schuss abschließen und die Aufgabe für das DEB-Team wurde noch schwieriger. Die Schweiz führte nach 20 Minuten verdient, sie waren in allen Belangen besser.

Nach einem überstandenen Restpowerplay der Schweizer versuchte Deutschland den Gegner unter Druck zu setzen, nur standen die Eidgenossen hinten weiter gut und sie ließen nicht viel zu. Und sie hate bei ihren Angriffen die besseren Chancen. Die 32. Minute brachte Deutschland ins Spiel. Vier Sekunden brauchten sie, um ein Powerplay zum Abschluss zu bringen, ein Schuss von Dominik Kahun schlug im Tor ein. Deutschland konnte nun mehr Druck aufbauen und es gab weitere Chancen, darunter auch zwei Minuten vor der Pause ein Pfostenschuss. Zur Pause führten die Schweizer 2:1, es war aber noch einiges möglich.

Da die Schweizer mi der Sirene noch eine Strafe kassierten, konnte Deutschland mit einem Powerplay ersten Druck aufbauen. Deutschland kämpfte weiter, doch die Schweizer ließen auch im letzten Abschnitt nicht viel zu. Sie spielten nun allerdings mehr auf Abwehr und griffen kaum noch an. 78 Sekunden vor dem Ende zog Deutschland den Torhüter und 57 Sekunden vor dem Ende kam Christoph Bertschy an den Puck und er sorgte mit dem 3:1 für die Entscheidung.

Die starke Schweizer Abwehr schaffte es Deutschlands guten Angriff zu stoppen und sie ziehen damit verdient ins Halbfinale ein.

Stimmen zum Viertelfinal-Spiel (Quelle DEB):

DEB-Sportdirektor Christian Künast: „Natürlich überwiegt aktuell die Enttäuschung über das Ausscheiden im WM-Viertelfinale. Wir haben uns wieder zurückgekämpft, aber es hat heute dann nicht mehr ganz gereicht, das Spiel noch für uns zu entscheiden. Dennoch sind wir sehr stolz auf die gesamte Mannschaft, den Coaching-Staff und auch das ganze Team drumherum. Für die hervorragende Arbeit möchte ich auch im Namen der Verbandsführung ein großes Dankeschön aussprechen. Es war insgesamt wieder eine gute Turnierleistung, die die Mannschaft in diesem Jahr gezeigt hat.“

Bundestrainer Harold Kreis: „Trotz eines nicht so guten Starts in die Partie hat die Mannschaft wieder Charakter bewiesen und mit allen Mitteln versucht das Spiel noch zu drehen. Ab dem zweiten Abschnitt hatten wir dann mehr Spielanteile. Die Schweizer standen defensiv sehr gut und haben es uns daher nicht leicht gemacht zwingende Torchancen zu erarbeiten. Es zeichnet unsere Mannschaft aus, dass sie sich wieder ins Spiel zurückgekämpft hat und nie aufgibt. Aber heute lief uns dann leider die Zeit davon. Als Turnierfazit kann ich sagen, dass die Mannschaft wieder alles aus sich herausgeholt hat, was in ihr steckt. Ich bin insgesamt mit dem Team und der Einsatzbereitschaft sehr zufrieden.“

Stürmer Yasin Ehliz: „Die ersten zwanzig Minuten des Spiels waren heute nicht optimal. Die Schweizer waren immer einen Schritt schneller und haben die Zweikämpfe gewonnen. Das war kein gutes erstes Drittel von uns. Danach sind wir dann deutlich besser aus der Kabine gekommen, aber am Ende hat es dann nicht mehr gereicht. Das Positive was hängen bleiben wird ist, dass wir außer in den beiden Partien gegen die USA und Schweden ein insgesamt starkes Turnier gespielt haben. Das können wir auf jeden Fall mitnehmen.“

Stürmer Nico Sturm: „Der Beginn des Spiels hat heute den Unterschied gemacht. Wir hatten vielleicht noch ein bisschen zu viel Respekt, waren zu langsam und haben zu viele Strafen genommen. Es wäre heute wieder möglich gewesen, einen Schritt weiterzugehen. Im zweiten und dritten Drittel haben wir dann mehr für das Spiel gemacht als die Schweizer. Aber auf diesem Level muss man eben über 60 Minuten eine Top-Leistung abrufen und daher hat es dann heute leider nicht ganz für uns gereicht. Aber alles in allem bin ich sehr stolz auf die Jungs. Wir haben uns bei diesem Turnier wieder von einer sehr guten Seite präsentiert und uns viel Respekt erarbeitet.“

Schweiz – Deutschland 3:1 (2:0/0:1/1:0)

Schiedsrichter: R. Brandner (FIN), M. Holm (SWE) – S- Gustafson (USA), A. Nyqvist (SWE)
Zuschauer: 6.583
Strafen: SUI 0 (0/6/0), GER 0 (4/2/0)
Tore:
1:0 (07:22) Ch. Bertschy SH1; 2:0 (16:28) N. Hischier (J. Siegenthaler, K. Fiala);
2:1 (31:33) D. Kahun (W. Stachowiak) PP1;
3:1 (59:17) Ch. Bertschy ENG;
Beste Spieler: Christoph Bertschy (SUI), Dominik Kahun (GER)

Tschechen schicken besten Sturm der WM nach Hause

Die USA haben die Gruppenphase souverän gewonnen und sie gingen gegen den WM-Gastgeber als Favorit ins Spiel. Der Heimvorteil könnte aber für Tschechien ein Vorteil sein, chancenlos gingen sie jedenfalls nicht in dieses Spiel.

Beide gingen eher verhalten in diese Partie und so gab es zunächst nur wenige Torschüsse. Tschechien hatte leichte Vorteile, einen Treffer konnten die Zuschauer in Prag in den ersten 20 Minuten noch nicht bejubeln.

Ausgeglichen ging es weiter, die Abwehrreihen räumten dabei gut ab. Und während die USA ihr ersten Powerplay der Partie liegen ließ, machten die Tschechen es besser. Pavel Zacha fälschte eine Schuss unhaltbar für US-Torhüter Charlie Lindgren ab und Tschechien führte nach 27 Minuten. Es ging nun intensiver zur Sache und es gab auch gute Chancen auf beiden Seiten. Ein Powerplay brachte den USA zum Ende des Drittels Vorteile, aber es blieb nach 40 Minuten bei einem Treffer.

Während die USA versuchten Druck aufzubauen und den Ausgleich zu erzielen, standen die Tschechen hinten gut und sie fuhren gute Konter. 98 Sekunden vor der Sirene zogen die USA den Torhüter und die USA hatten Glück, dass die Tschechen Sekunden vor dem Ende den Pfosten trafen. Nach vorne ging aber rauch nichts und so jubelten am Ende die WM-Gastgeber.

Lukas Dostal wehrte 36 Schüsse ab und war damit ein Garant für den Erfolg. Die USA mit dem besten Angriff der Gruppenphase konnten im Halbfinale nicht an die Leistungen der Vorrunde anknüpfen und schied verdient aus.

USA – Tschechien 0:1 (0:0/0:1/0:0)

Schiedsrichter: T. Björk (SWE), M. Campbell (CAN) – T. Wyonzek (CAN), E. Yletyinen (SWE)
Zuschauer: 17.413
Strafen: USA 2 (0/2/0), CZE 6 (0/6/0)
Tore:
0:1 (26:39) P. Zacha (D. Spacek, R. Cervenka) PP1;
Beste Spieler: Charlie Lindgren (USA), Lukas Dostal (CZE)

Schweden gewinnt nach Verlängerung

Ohne Punktverlust marschierten die Schweden durch die Gruppenphase, Finnland qualifizierte sich mit einigen Schwierigkeiten für das Viertelfinale. Und so gingen die Schweden als Favorit in dieses Spiel.

Die ausgeglichene Anfangsphase brachte nur wenige Torchancen, die erste große hatte Finnland nach acht Minuten. Das erste Powerplay des Spiels brachte den Schweden wenig später einen Lattenschuss. Schweden konnte sich im Verlauf des Drittels Vorteile erspielen, nur ein Treffer fehlte. Der fehlte auch nach 20 Minuten, es blieb beim 0:0.

Beide Teas ließen auch im 2. Drittel kaum Torschüsse zu, mit viel Einsatz wurden diese verhindert. Schweden hatte jedoch klar mehr Spielanteile, Finnland griff nur selten an. Schweden konnte seine vielen Angriffe nicht erfolgreich abschließen, die Finnen ihre wenigen allerdings auch nicht und so warteten die Zuschauer weiter auf den ersten Treffer.

Die Geduld aller Beteiligten wurde auch im letzten Drittel auf eine harte Probe gestellt, denn es wurde weiter sehr gut verteidigt. Ramus Dahlin war es dann, der erstmals in der Partie für Torjubel sorgte. 4:58 vor dem Ende zog dieser aus dem Bullykreis ab und Emil Larmi war geschlagen. Nun mussten die Finnen kommen und sie griffen nun auch an. 102 Sekunden vor dem Ende ging Finnlands Torhüter vom Eis und sie kamen wirklich noch zum Ausgleich. 57 Sekunden vor der Sirene fälschte Hannes Björninen einen Schuss an und auch Filip Gustavsson war geschlagen. So ging dieses spannende Spiel in eine Verlängerung.

Über maximal zehn Minuten war die Verlängerung angesetzt, gespielt wurde mit drei Feldspielern. Und hier hatten zunächst die Finnen Vorteile, bis Schweden nach fünf Minuten zu einem Powerplay kam. Dieses brachte die Entscheidung, Joel Eriksson Ek fälschte einen Schuss von Victor Hedman ab und so war das Spiel nach 66 Minuten beendet.

Schweden hatte insgesamt mehr Spielanteile, sie machten aber zunächst zu wenig daraus. Finnland hat ein starkes Spiel abgeliefert, sie hätten aber mehr für die Offensive machen müssen.

Schweden – Finnland 2:1 (0:0/0:0/1:1) n.V.

Schiedsrichter: A. Ansons (LAT), S. MacFarlane (USA) – N. Briganti (USA), D. Hynek (CZE)
Zuschauer: 6.691
Strafen: SWE 2 (0/0/2/0), FIN 8 (2/2/2/2)
Tore:
1:0 (55:02) R. Dahlin (I. Lundström, L. Raymond); 1:1 (59:02) H. Björninen (V. Puustinen, M. Lehtonen) EA;
2:1 (65:54) J. Eriksson Ek (V. Hedman, R. Dahlin) PP1;
Beste Spieler: Rasmus Dahlin (SWE), Emil Larmi (FIN)

Damit kommt es zu folgenden Halbfinalspielen:

Kanada - Schweiz

Tschechien - Schweden

Die genauen Anfangszeiten folgen auf der Turnierseite.

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2024/wm/schedule

erschienen bei Icehockeypage

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