Mit drei Spielen startet die WM 2026. Zum Auftakt gewann Frankreich nach Verlängerung gegen Deutschland, im Nachmittagsspiel setzte sich Japan gegen Dänemark durch. Die Abendpartie zwischen Norwegen und Italien ging mit knapp an Norwegen.
Frankreich gewinnt enges Spiel
Deutschland holte sich im 1. Drittel drei Strafen ab, Frankreich konnte die Überzahlsituationen aber nicht ausnutzen. Bis zur Pause hatte Deutschland dann leichte Vorteile, nur der erste WM-Treffer konnte noch nicht bejubelt werden.
Deutschland hatte auch im 2. Drittel Vorteile und nach 31 Minuten wurden diese belohnt. Alexandra Boico fälschte einen Schuss von Rebekka Multerer unhaltbar für Torhüterin Lysa Nogaretto ab und Deutschland führte 0:1. Deutschland kam in diesem Abschnitt zum ersten Powerplay, aber auch hier fiel kein Treffer. So blieb es trotz deutlicher Überlegenheit nach 40 Minuten beim 0:1.
Der Schlussabschnitt begann mit einer frühen Strafe gegen Deutschland und diesmal konnten die Französinnen den Vorteil ausnutzen. Albane Bernel zog ab und Tara Bach im deutschen Tor war nach 110 Sekunden geschlagen. Nun war Frankreich besser im Spiel und es ging ausgeglichen weiter. Beide Teams ließen in diesem Abschnitt noch ein Powerplay liegen und auch die restlichen Torchancen blieben ungenutzt. So stand es nach 60 Minuten 1:1 und es ging in eine Verlängerung.
80 Sekunden vor Ende der Verlängerung fiel der Siegtreffer. Clemence Boudin war die Torschützin und so holte sich Frankreich den zweiten Punkt.
Stimme zum Spiel (Quelle DEB):
U18-Frauen-Bundestrainer Sebastian Jones: „Zu Beginn des ersten Drittels haben wir etwas Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Wir haben es nicht ganz geschafft in unserer Struktur zu bleiben. Im zweiten Abschnitt haben wir dann deutlich besser in die Begegnung gefunden und konnten so die Kontrolle übernehmen. Wir hatten zahlreiche Torchancen und sind verdient mit 1:0 in Führung gegangen. Leider haben wir es dann verpasst nachzulegen. Im letzten Drittel haben wir in Unterzahl den Ausgleich zum 1:1 kassiert und mussten dann in der Overtime noch den 2:1-Siegtreffer der Französinnen hinnehmen. Insgesamt war es ein ordentliches Spiel, aber mit den vielen Strafzeiten haben wir den Gegner immer wieder stark gemacht. Daraus werden wir lernen, uns jetzt gut regenerieren und morgen voll fokussiert ins nächste Spiel gehen.“
Frankreich – Deutschland 2:1 (0:0/0:1/1:0) n.V.
Schiedsrichter: D. Dinat (BEL), Ch. Hurley – J. Duchesneau (CAN), A. Klemm (AUT)
Strafen: FRA 4 (0/2/2), GER 10 (6/0/4)
Tore:
0:1 (30:27) A. Boico (R. Multerer);
1:1 (41:50) A. Bernel (C. Boudin ) PP1;
2:1 (63:40) C. Boudin (M. Moussier);
Beste Spielerinnen: Lysa Nogaretto (FRA), Mathilda Heine (GER)
Japan gewinnt gegen Dänemark
Japan hatte gleich mehr Spielanteile und nach zehn Minuten konnten sie den ersten Treffer erzielen. Dänemark kam zu einem Powerplay und einen Aufbaupass der Däninnen brachte Reina Kakuta an den Puck, die Dänemarks Torhüterin Mila Petersen zum 0:1 überwand. Doch die Däninnen konnten sechs Minuten später antworten, ein von Maja Petersen abgefälschter Schuss ging an Torhüterin Rin Kawaguchi vorbei und es stand 1.1. Japan hatte bis zur Pause mehr Spielanteile und mit der Sirene ertönte auch Torjubel, aber nach einer Beratung lautete die Entscheidung kein Tor und so ging es mit einem 1:1 in die Pause.
Dänemark konnte nach 24 Minuten in Führung gehen. Eine japanische Abwehrspielerin rutschte weg und Teresa Christensen nutzte die sich daraus ergebene Chance, um das 2:1 zu erzielen. Japan kam in der zweiten Hälfte des Drittels zu drei Toren. Momona Fukuzawa traf nach 32 Minuten mit einem Nachschuss zum Ausgleich und eine Minute später brachte Nana Akimoto Japan mit einem Rückhandschlenzer in Führung. 103 Sekunden vor der Pause konnte Nanaho Yamaguchi das 2:4 erzielen und mit diesem Spielstand ging es in die Pause.
Vier Minuten nach Wiederbeginn konnte Japan die Partie entscheiden. Saika Kiyokawa wurde vor dem Tor angespielt und sie ließ der Torhüterin keine Abwehrchance. Dänemark gab nicht auf und nach 54 Minuten konnte Nikita Bergmann den 3:5-Anschlusstreffer erzielen. Dänemark griff weiter an und 93 Sekunden vor dem Ende zogen sie die Torhüterin. Allerdings kam Japan an den Puck und Momona Fukuzawa sorgte 67 Sekunden vor der Schlusssirene für die endgültige Entscheidung.
Dänemark – Japan 3:7 (1:1/1:3/1:3)
Schiedsrichter: V. Anselm (GER), M.E.- Couture (CAN) – A. Callovini (ITA), C. Repstock-Romme (DEN)
Strafen: DEN 6 (2/2/2), JPN 6 (2/2/2)
Tore:
0:1 (09:39) R. Kakuta (Y, Baba) AH1; 1:1 (15:50) M. Petersen (O. Lundmark);
2:1 (T. Christensen; 2:2 (31:31) M. Fukuzawa (K. Terauchi, A. Numabe); 2:3 (32:37) N. Akimoto (S. Kiyokawa, R. Kakuta); 2:4 (38:17) N. Yamaguchi (S. Kiyokawa, R. Kakuta);
2:5 (43:45) S. Kiyokawa (R. Kakuta); 3:5 (53:13) N. Bergmann (T. Christensen); 6:3 (58:56) M. Fukuzawa (Y. Baba) ENG;
Beste Spielerinnen: Angelina Sloth (DEN), Nana Akimoto (JPN)
Knapper Erfolg Norwegen gegen Italien
Am Abend wurde die Partie offiziell eröffnet, dann folgte das 3. Spiel des Tages.
Norwegen übernahm sofort das Kommando, Italiens Abwehr und Torhüterin Lucrezia la Sala bekamen einiges zu tun. Doch auch zwei Powerplays halfen den Norwegerinnen nicht einen Treffer zu erzielen. Italien hatte nur wenige Angriffe, sie ebenfalls einen Treffer einbrachten und so blieb es ein torloses Drittel.
Norwegen hatte auch im 2. Drittel die ersten guten Chancen, dann kam die kalte Dusche. Ein verdeckter Schuss von Stella dal Pont ging an Torhüterin Tuva Ake-Ekström vorbei und Italien führte nach 29 Minuten mit 0:1. Norwegen konnte schnell antworten, Linnea Knardahl traf per Abstauber zwei Minuten später zum 1.1. 68 Sekunden später folgte das 2:1, Nikoline Österaas schnappte sich an der blauen Linie den Puck und gegen ihren harten Schuss war die Torhüterin chancenlos. Italien hielt weiter mit und ein Konter brachte ihnen zwei Minuten vor der Pause den Ausgleich. Olivia deBortoli kam in eigenen Drittel an den Puck und sie schloss ihren Alleingang erfolgreich ab. Auch nach 40 Minuten stand es 2:2 und so war ein spannender Schlussabschnitt zu erwarten.
Beide Teams versuchten auch sich im letzten Drittel Chancen zu erarbeiten, was aber kaum gelang. So war es ein Konter, der nach 46 Minuten den nächsten Treffer brachte. Norwegen konterte, der erste Schuss wurde abgewehrt und im Nachschuss sorgte Nikoline Österass für das 3:2 von Norwegen. Italien kämpfte weiter, aber Norwegen hatte nun mehr Angriffe. Norwegen hielt den knappen Vorsprung und gewann am Ende knapp mit 3:2.
Norwegen – Italien 3:2 (0:0/2:2/1:0)
Schiedsrichter: K. Ketonen (FIN), S. Kuller (SWE) – E. Bublikova (CZE, W. Westlund (SWE)
Strafen: NOR 4 (0/2/2), ITA 4 (4/0/0)
Tore:
0:1 (28:36) S. dal Pont (A. Franci); 1:1 (30:14) L. Knardahl (V. Jomla-Stensland); 2:1 (31:38) N. Österaas; 2:2 (37:31) O. deBortoli;
3:2 (45:15) N. Österaas (S. Lie),
Beste Spielerinnen: Nikoline Österass (NOR), Stella dal Pont (ITA)
TABELLE:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
Japan |
1 |
7:3 |
4 |
3 |
|
2 |
Norwegen |
1 |
3:2 |
1 |
3 |
|
3 |
Frankreich |
1 |
2:1 |
1 |
2 |
|
4 |
Deutschland |
1 |
1:2 |
-1 |
1 |
|
5 |
Italien |
1 |
2:3 |
-1 |
0 |
|
6 |
Dänemark |
1 |
3:7 |
-4 |
0 |
Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/ww18ia/schedule








