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Olympia 2026 Frauen Tag 6: Fortsetzung 3. Und 4. Spieltag +++UPDATE 23:20 UHR+++

deb150 1Mit den letzten Spielen der Gruppe B begann der Tag. Schweden gewann zum Auftakt gegen Japan. Deutschland gewann nach einem späten Treffer gegen Italien. Die Spiele der Gruppe A brachten einen deutlichen Erfolg der USA gegen Kanada und einen Sieg von Finnland gegen die Schweiz.

GRUPPE A:

USA gewinnen Klassiker

In diesem Kracher geht es um den Gruppensieg und es konnte ein Leckerbissen erwartet werden. Kanada musste dabei auf Marie-Philip Poulin verzichten, die sich im Spiel gegen Tschechien verletzte.

Es ging gleich gut los, denn nach 225 Sekunden viel der erste Treffer. Ein leicht verdeckter Schuss von Caroline Harvey landete im Tor von Ann-Renee Desbiens und die USA führte mit 0:1. Die US-Girls hatten im Anschluss Vorteile, Kanada kam kaum zu eigenen Angriffen. So kam das 0:2 nach 18 Minuten nur wenig überraschend, nach einer schönen Rückhandvorlage von Abbey Murphy traf Hannah Bilka. Bis zur Pause blieb die USA überlegen und sie gingen mit einer verdienten Führung in die Pause.

Zu Beginn des 2. Drittels gab es gleich zwei Videobeweise. Erst wurde eine Strafe überprüft, dann ob der Puck im Tor von Kanada gelandet ist. Die Strafe blieb eine kleine und das im Powerplay erzielte Tor von Kristin Simms nach 78 Sekunden wurde nach einer doppelten Überprüfung gegeben. Kanada stand weiter unter Druck und die USA nutzte nach 33 Minuten eine weitere Chacne. Hannah Bilka zog aus dem Bullykreis ab und wieder war Kanadas Torhüterin machtlos. Nach 40 Minuten führten die USA völlig verdient mit 0:4 und Kanada war immer noch nicht im Spiel.

Kanada fand auch im letzten Drittel keine Mittel sich richtig gute Torchancen zu erspielen. Dafür trafen die USA, Laila Edwards erhöhte nach 52 Minuten auf 5:0 und Kanada wechselte nun im Tor zu Emerance Maschmeyer. Es blieb der letzten Treffer des Spiels und USA-Torhüterin Aerin Frankel feierte nach 20 abgewehrten Schüssen ihren zweiten Shutout.

Die USA war während der gesamten Spielzeit klar überlegen, Kanada kam nie ins Spiel.

Kanada – USA 0:5 (0:2/0:2/0:1)

Schiedsrichter: J. Kainberger (AUT), A. Nurmi (FIN) – S. Buckner (USA), L. Gutauskas (CAN)
Zuschauer: 11.390
Strafen: CAN 10 (2/6/2), USA 4 (0/4/0)
Tore:
0:1 (03:45) C. Harvey (H. Winn); 0:2 (18:18) H. Bilka (A. Murphy, C. Harvey);
0:3 (21:18) K. Simms (T. Janecke, A. Murphy); 0:4 (33:00) H. Bilka (A. Murphy, C. Harvey);

Finnland feiert ersten Sieg

Finnland konnte bei diesem Turnier noch keinen Treffer erzielen, es gilt also sich Selbstvertrauen für das restliche Turnier zu sammeln. Die Schweiz zeigte bisher gute Leistungen und das brachte bisher zwei Punkte.

Es wurde zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem kein Team Vorteile hatte. Zum Ende des Drittels hatte Finnland zwar mehr Torschüsse, einen Treffer gab es aber nicht.

Die Schweiz holte sich zu Beginn des 2. Drittels eine Strafe ab und diese Chance nutzte Finnland. Vivi Vainikka überwand Saskia Maurer im Tor der Schweiz und erzielte damit in der 24. Minute den ersten finnischen Treffer bei diesem Turnier.  Nun war Finnland überlegen und Julia Liikala legte nach 30 Minuten das 2:0 nach. Erst zum Ende des Drittels konnten auch die Schweizerinnen jubeln. Ausgerechnet in Unterzahl ging Alina Müller durch und sie überwand Torhüterin Sanni Ahola in der 37. Minute zum 2:1 und es war der erste Unterzahltreffer des Turniers. 35 Sekunden später führte Finnland wiedermit zwei Toren, in Überzahl kam Sanni Vanhanen vor dem Tor an den Puck und sie erzielte das 3:1 und mit diesem Ergebnis endete das Drittel.

Es lief einfach nicht bei den Schweizerinnen, sie kamen einfach nicht gefährlich ins gegnerische Drittel. Finnland kontrollierte das Spiel bis zum Ende, am Spielstand endete sich nichts mehr und so kam Finnland zu einem verdienten Sieg.

Finnland – Schweiz 3:1 (0:0/3:1/0:0)

Schiedsrichter: S. Hiller (USA), E. Mantha (CAN) – J. Todd (CAN), K. Welsh (CAN);
Zuschauer: 3.790
Strafen: FIN 2 (0/2/0), SUI 10 (0/6/4)
Tore:
1:0 (23:33) V. Vainikka (S. Vanhanen, P. Nieminen) PP1; 2:0 (29:50) J. Liikala (J. Nylund, E. Vesa);
2:1 (37:00) A. Müller SH1; 3:1 (37:35) S. Vanhanen (M. Karvinen, J. Schalin) PP1;

Die Schweiz wird damit diese Gruppe auf dem 5. Platz abschließen, Die USA wird Gruppensieger. Die anderen Platzierungen werden am Donnerstag im letzten Gruppenspiel zwischen Finnland und Kanada ermittelt.

GRUPPE B:

Schweden gewinnt auch viertes Gruppenspiel

Japan musste drei Punkte holen, um noch eine Chance auf den Viertelfinaleinzug zu haben. Schweden steht bereits als Gruppensieger fest und so können sie befreit aufspielen.

Schweden hatte in der Anfangsphase mehr Spielanteile und sie nutzten diese nach sechs Minuten. Hanna Thuvik überwand Japans Torhüterin Riko Kawaguchi, die einen Schuss noch abwehren konnte, der Nachschuss saß dann. Japan versuchte zu antworten, Schwedens Abwehr stand aber gut uns so gab es kaum Chancen. Beide Teams hatten bis zur Pause Angriffe, wobei Schweden Vorteile hatte. Am Spielstand konnte nichts geändert werden, es blieb bei einem Treffer.

Japan schaffte es einfach nicht sich gute Chancen zu erspielen. Stattdessen folgte der nächste Rückschlag, Josefin Bouveng erhöhte nach einen Konter in der 26. Minute auf 0:2. Ein Powerplay nach 34 Minuten half Japan auch nicht und zwei Minuten vor der Pause folgte das 0:3. Mira Hallin sorgte mit dem 0:3 für eine Vorentscheidung und dem Ende der japanischen Hoffnungen auf das Viertelfinale.

66 Sekunden nach Wiederbeginn war die Partie durch. Japan kassierte eine Strafe und Hanna Olsson hämmerte den Puck von der blauen Linie zum 0:4 ins Tor.  Fünf Minuten später kam auch Japans 3. Torhüterin Roi Halloran zu einem Olympiaeinsatz, die Asiatinnen wechselten die Torhüterin. Sie konnte einige gute Paraden zeigen und weitere Gegentore verhindern. Japan konnte keinen Treffer erzielen und so ist Ebba Svensson Träff, die 14 Schüsse abwehren musste, die vierte Torhüterin mit einem Shutout.

Schweden war auch in dieser Partie das deutlich bessere Team und zieht verdient als Gruppensieger ins Viertelfinale ein. Für Japan endet das Turnier etwas überraschend nach der Gruppenphase.

Japan – Schweden 0:4 (0:1/0:2/0:1)

Schiedsrichter: K. Cooke (USA), M. McKenna (CAN) – A. Clarke (CAN), T. Saarimäki (FIN)
Zuschauer: 3.100
Strafen: JPN 8 (2/0/6), SWE 6 (0/2/4)
Tore:
0:1 (05:25) H. Thivuk (S. Hjalmarsson);
0:2 (25:36) J. Bouveng (J. Raunio); 0:3 (37:30) M. Hallin (J. Bouveng, M. Nylen Persson);
0:4 (41:06) H. Olsson (M. Nylen Persson, T. Johansson) PP1;

Deutschland gewinnt durch späten Treffer

Nach der Niederlage von Japan war klar, dass Deutschland das Viertelfinale erreicht hat. Es ging aber noch um die Abschlussplatzierung in dieser Gruppe, lediglich der erste Platz ist vergeben. Deutschland würden zwei Punkte reichen, dann wäre der 2. Platz gesichert. Ansonsten würde das DEB-Team den 3. Platz belegen.

Das DEB-Trainerteam konnte auf den kompletten Kader zurückgreifen. Katharina Häckelsmiller war also wieder dabei und auch Jule Schiefer, die gegen Frankreich vorzeitig vom Eis ging, war mit dabei. Im Tor startete wieder Sandra Abstreiter. Auch bei Italien waren alle Spielerinnen dabei und Gabriella Durante begann im Tor.

Von Beginn an versuchten beide Teams sich Chancen zu erspielen und so entwickelte sich ein offenes Spiel. Deutschland hatte im 1. Drittel ein Powerplays, Italien zwei. Chancen waren bis zur Pause da, Tore fielen nicht.

21 Sekunden nach Wiederbeginn fiel der erste Treffer des Spiels.  Nach einem Bully vor dem deutschen Tor zog Anna Caumo ab und Justine Reyes fälschte den Schuss unhaltbar ab. Deutschland versuchte zu antworten, aber sie bissen sich vor dem Tor immer wieder die Zähne aus. Die 33 Minute brachte doch noch den Ausgleich. Laura Kluge ging durch und ihren Pass lenkte Emily Nix ins Tor ab. Nach 40 Minuten stand es immer noch 1:1 und so war weiter alles offen.

Italien hielt auch im letzten Drittel dagegen und so blieb es ein ausgeglichenes Spiel. Lediglich Strafzeiten gegen Italien sorgten für Vorteile des DEB-Teams. Italien kam ebenfalls zu einem sehr gefährlichen Powerplay, nur der Treffer fehlte. 89 Sekunden vor dem Ende fiel die Entscheidung des Spiels. Laura Kluge bekam an der eigenen blauen Linie den Puck sie ließ die Torhüterin aussteigen und erzielte das 1:2. Italien nahm sofort eine Auszeit und sie nahmen die Torhüterin vom Eis. Deutschland hatte mehrere Möglichkeiten noch einen Treffer zu erzielen, es blieb aber beim 1:2.

Deutschland erkämpfte sich den Erfolg und beendet die Gruppe vor Italien auf dem  2. Platz.

Stimmen zum Spiel (Quelle DEB):

Bundestrainer Jeff MacLeod: „Wir sind sehr stolz auf den Viertelfinaleinzug! Es waren für beide Teams heute sehr harte 60 Minuten, doch unsere Spielerinnen haben sich durchgekämpft und dabei einige harte Checks einstecken müssen. Das heutige Spiel war eine sehr gute Vorbereitung auf das Viertelfinale. Wir wollen das, was wir gezeigt haben, nun ins nächste Spiel mitnehmen. Darauf bereiten wir uns nun intensiv vor und werden die nächsten Tage nutzen – wer auch immer unser nächster Gegner sein wird. Wir müssen unser bestes Spiel spielen, dann ist alles möglich. Wir werden in den nächsten Tagen als Mannschaft zusammenkommen und gemeinsam bereit sein.“

Laura Kluge: „Der Viertelfinaleinzug fühlt sich unglaublich an! Wir hatten uns vorgenommen, jedes Spiel in der Vorrunde zu gewinnen, sind dann aber nicht optimal ins Turnier gestartet. Nun haben wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert und können sehr stolz auf unsere Leistung sein. Italien hat es uns nicht einfach gemacht, dennoch haben wir heute zurecht gewonnen. Nun geht es im Viertelfinale gegen einen der beiden Titelkandidaten, gegen die wir nichts zu verlieren haben. Wir werden uns sehr gut auf das Duell vorbereiten, alles in das Spiel reinwerfen und freuen uns darauf.“

Italien – Deutschland 1:2 (0:0/1:1/0:1)

Schiedsrichter: I. Henriksson (SWE), C. Murray (CAN) – J. Cameron-Ward (USA), E. Zach (CAN)
Zuschauer: 3.898
Strafen: ITA 8 (2/0/6), GER 8 (4/2/2)
Tore:
1:0 (20:21) J. Reyes (A. Caumo, K. Della Rovere); 1:1 (32:47) E. Nix (L. Kluge, D. Gleißner);
1:2 (58:31) L. Kluge (K. Jobst-Smith);

 

TABELLEN:

GRUPPE A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

USA

4

20:1

19

12

2

Kanada

3

9:6

3

6

3

Tschechien

4

7:14

-7

4

4

Finnland

3

3:8

-5

3

5

Schweiz

4

5:15

-10

2

 

GRUPPE B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweden

4

18:2

16

12

2

Deutschland

4

10:8

2

8

3

Italien

4

9:11

-2

6

4

Japan

4

7:14

-7

3

5

Frankreich

4

4:13

-9

1

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/olympic-w

erschienen bei Icehockeypage