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Olympia 2026 Frauen Tag 5: Abschluss 1. Spieltag, Fortsetzung 3. Spieltag und Start 4. Spieltag +++UPDATE 23:30 UHR+++

deb150 1Vier Spiele finden am 5. Tag statt und wieder startet die Gruppe B. Zum Auftakt gewann Italien gegen Japan. Deutschland gewinnt nach Verlängerung gegen Frankreich. Am Abend gab es die erwarteten Siege für die USA über die Schweiz und von Kanada gegen Tschechien.

GRUPPE A:

Dritter Sieg für die USA

Die Schweiz ist gegen die USA klarer Außenseiter, sie können nur überraschen.

Da sich die Schweizerinnen nicht versteckten, wurde es zunächst ein offenes Spiel, in dem die Schweiz sogar die ersten Chancen hatte. Dann kamen die USA und nach sieben Minuten konnte Haley Winn einen schönen Querpass zum 0:1 einschießen. Nun war die USA zwar tonangebend, es gab aber auch Konter der Schweiz und nach neun Minuten sogar einen Pfostenschuss. Sie kamen auch noch zu einem Powerplay und so hatten sie ihre Spielanteile. Die USA hatte dennoch wenig überraschend mehr Spielanteile, ohne weitere Tore erzielen zu können und so ging es mit dem 0:1 in die Pause.

Auch im 2. Drittel bestimmten die USA das Geschehen, die Schweizerinnen hatten nur wenige Angriffe. Nach einer guten Chance der Schweiz folgte fünf Minuten vor der Pause ein Gegenangriff und ein Schuss von Joy Dunne wurde von einer Schweizerin ins Tor gelenkt und Torhüterin Andrea Braendli hatte keine Abwehrchance. Auch nach 40 Minuten stand es 0:2, wobei die Schweizerinnen zum Ende des Drittels bei einem Powerplay gute Chancen hatte.

Eine Vorentscheidung fiel nach 67 Sekundendes letzten Drittels. Nach schöner Vorlage erhöhte Hannah Bilka auf 0:3. Zuvor hatte die Schweiz eine erste Chance vergeben. Eine Minute später folgte das 0:4, welches der Schweizer Trainer überprüfen ließ. Der Treffer von Hayley Scamurra wurde wegen Behinderung der Torhüterin nicht gegeben. Nach 47 Minuten fiel doch das 0:4, Alex Carpenter traf nach einem Alleingang. 68 Sekunden später wurde es noch deutlicher, Caroline Harvey erhöhte auf 0:5. Nun kontrollierten die USA das Spiel und 108 Sekunden vor dem Ende wechselten sie die Torhüterin. Gwyneth Philips ging vom Eis und Ava McNaughton kam zu ihren ersten Olympiaminuten. Weitere Tore wurden nicht erzielt und so kam die USA zu einem am Ende ungefährdeten Sieg.

Die Schweiz hatte einige gute Torchancen, insgesamt war es aber der erwartete Erfolg der USA.

Schweiz – USA 0:5 (0:1/0:1/0:3)

Schiedsrichter: J. Kainberger (AUT), S. Neary (CAN) – L. Gutauskas (CAN), T. Saarimäki (FIN)
Zuschauer: 11.132
Strafen: SUI 2 (0/2/0), USA 4 (2/2/0)
Tore:
0:1 (06:04) H. Winn (C. Harvey, H. Knight);
0:2 (34:08) J. Dunne;
0:3 (41:17) H. Bilka (T. Heise, C. Harvey); 0:4 (46:34) A: Carpenter (H. Knight, J. Dunne); 0:5 (47:42) C. Harvey (A. Carpenter, J.  Dunne);

Kanada lässt Tschechien keine Chance

Ein Sieg von Kanada wird erwartet, Tschechien könnte aber ein harter Gegner werden.

Zunächst tat sich Kanada schwer und nach zwei Strafen in der Anfangsphase konnte Tschechien sogar 63 Sekunden in doppelter Überzahl agieren. Tschechien vergab die Chance und das rächte sich. Kaum von der Strafbank zurück startete Renata Fast durch und zog ab und mit einem Nachschuss konnte Kristin O’Neill Torhüterin Julie Pejsova in der 6. Minute zum 1:0 überwinden. Kanada war nun deutlich besser und in der 14. Minute landete ein Rückhandschuss mit Hilfe einer tschechischen Abwehrspielerin zum 2:0 im Netz. 39 Sekunden später erhöhte Laura Stacy nach einem Konter auf 3:0 und nun kam bei Tschechien Michaela Hesova ins Tor. Der Druck von Kanada hielt an und auch sie kamen noch zu einem doppelten Powerplay über 58 Sekunden. Das nutzten sie, Julia Gosling traf 63 Sekunden vor der Sirene per Nachschuss und so war die Partie schon nach 20 Minuten entschieden.

Kanada spielte weiter in Überzahl und nach 17 Sekunden erhöhte Julia Gosling auf 5:0. Tschechien konnte das Spiel etwas ausgeglichener gestalten und ein Powerplay brachte ihnen auch Chancen. Es blieb in diesem Drittel bei einem Tor und so stand es nach 40 Minuten 5:0. Tschechien konnte auch im letzten Drittel einige Schüsse abgeben und einer landete im Tor. In Überzahl überwand Natalie Mlynkova Kanadas Torhüterin Ann-Renee Desbiens mit einem Nachschuss. Da die Kanadierinnen es nun ruhiger angingen, konnte Tschechien weiter mithalten und brachte sogar mehr Torschüsse an. Weitere Chancen nutzen konnten aber beide Teams nicht und so endete die Partie 5:1.

Kanada war klar überlegen und sie bestraften die Strafen gegen Tschechien. Tschechien holte sich zu viele Strafen ab, um hier bestehen zu können.

Kanada – Tschechien 5:1 (4:0/1:0/0:1)

Schiedsrichter: E. Mantha (CAN), A. Tassoni (USA) – S. Bruckner (USA), K. Welsh (CAN)
Zuschauer: 3.901
Strafen: CAN 10 (4/2/4), CZE 10 (6/2/2)
Tore:
1:0 (05:44) K. O’Neill (R. Fast); 2:0 (13:12) S. Filler (D. Watts, S. Nurse); 3:0 (13:51) L. Stacy (E. Maltais, E. Shelton); 4:0 (18:57) J. Gosling (B. Jenner, E. Ambrose) PP2;
5:0 (20:17) J. Gosling (B. Jenner, C. Thompson) PP1; 5:1 (48:38) N. Mlynkova (T. Vanisova, K. Kaltounkova) PP1;

GRUPPE B:

Italien überrascht Japan

Japan ist gegen Italien Favorit. Beide stehen bei drei Punkten, mit einem Sieg würde also das Viertelfinale winken. Bisher hat Italien überzeugen können, warum also nicht auch Japan ärgern?

Italien begann wieder sehr offensiv und sie hatten die ersten Chancen. Erst nach fünf Minuten kam Japan zu einem gefährlichen Angriff und nun ging es ausgeglichener zu. Als Japan immer besser wurde, schlug Italien zu. Matilde Fantin zog nach 13 Minuten aus dem Bullykreis ab und es schlug oben im langen Eck im von Miyuu Masuhara gehüteten Tor ein. Italien hatte im Drittel die besseren Chancen und sie nutzten die erste Strafe des Spiels zum 2:0 69 Sekunden vor dem Ende zog Matilde Faltin ab und sie kam zu ihrem zweiten Treffer des Spiels.

Japan ging mit einem Powerplay von 94 Sekunden ins 2. Drittel, ein Treffer gelang aber nicht. Dass fiel dann wenig später und war sehenswert. Nach einem Bullygewinn landete der Puck bei Rui Ukita und gegen ihren Hammer hatte Italiens Torhüterin Gabriella Durante nicht den Hauch einer Chance. Japan hatte in der Folge Vorteile, Italien griff aber auch weiter an. Zum Ende des Drittels kam Japan zu einem weiteren Powerplay, aber mit viel Einsatz verhinderte Italien den Ausgleich und so stand es zur Pause 1:2.

37 Sekunden nach Wiederbeginn gab es den nächsten Rückschlag für Japan. Ein Puckverlust im eigenen Drittel brachte Kristin Della Rovere an den Puck und sie erzielte im 2. Anlauf das 1.3. Japan versuchte zum Anschluss zu kommen, nur ließ Italien nicht viel zu. 8:59 vor dem Ende gab es einen Videobeweis und nach langer Ansicht des Videos entschieden die Schiedsrichterinnen auf Tor.  Eine Millimeterentscheidung brachte Japan das 2:3 von Akane Shiga. Japan drängte jetzt auf den Ausgleich, Italien befreite sich immer wieder. 138 Sekunden vor dem Ende zog Japan die Torhüterin, doch mit unglaublichen Einsatz verhinderten die Italienerinnen einen Gegentreffer. Mehrere Schüsse wurden geblockt und so holte sich Italien die Punkte.

Es war durchaus ein verdienter Sieg für Italien, die nun mit zwei Siegen gute Chancen haben das Viertelfinale zu erreichen. Japan muss um den Einzug ins Viertelfinale zittern.

Japan – Italien 2:3 (0:2/1:0/1:1)

Schiedsrichter: S. Hiller (USA), M. McKenna (CAN) – K. Hajkova (CZE), E. Zach (CAN)
Zuschauer: 3.769
Strafen: JPN 4 (2/0/2), ITA 6 (2/2/2)
Tore:
0:1 (12:34) M. Fantin (L. Lobis, K. Tutino); 0:2 (18:51) M. Faltin (N. Mattivi, L. Fortino) PP1;
1:2 (22:48) R. Ukita (R. Noro);
1:3 (40:37) K. Della Rovere; 2:3 (51:01) Ak. Shiga (K. Sato, Ao. Shiga

Deutschland holt zwei Punkte

Deutschland würde mit einem Erfolg einen weiteren Schritt in Richtung Viertelfinale machen. Frankreich steht nach drei Spielen noch ohne Punkt da und sie haben keine Chance mehr das Viertelfinale zu erreichen.

Mit einer im Vergleich zum letzten Spiel unveränderter Aufstellung ging Deutschland in diese Partie. Frankreich konnte wieder den kompletten Kader aufbieten. Im Tor starteten bei Deutschland Sandra Abstreiter und bei Frankreich Alice Philbert.

Frankreich hatte den ersten Angriff, dann kam das DEB-Team zu mehreren Angriffen. Im Laufe des Drittels hatte Deutschland Vorteile, was auch an einigen Powerplays lag. Beim vierten Powerplay konnte Deutschland den verdienten Führungstreffer erzielen. Laura Kluge nahm einen Pass direkt und es schlug 35 Sekunden vor der Pause im Tor von Frankreich ein. So ging es in die Pause und das hochverdient.

Der Mittelabschnitt ging ebenfalls an Deutschland, siehatten weiter mehr vom Spiel und es gab auch gute Torchancen. Frankreich kam nur selten gefährlich vor das deutsche Tor, Tore konnten beide Teams in diesem Abschnitt nicht erzielen.

In den ersten Minuten des Schlussabschnitts geriet Deutschland unter Druck, denn Frankreich drückte auf den Ausgleich. Ein Powerplay überstand Deutschland noch, dann kam Frankreich zum inzwischen verdienten Ausgleich. Frankreich eroberte sich im Drittel von Deutschland den Puck und Estelle Duvin nutzte das, um in der 49. Minute den Ausgleich zu erzielen. Eine Minute später  musste Jule Schiefer leider angeschlagen in die Kabine gehen, gute Besserung von dieser Stelle. Deutschland kam nun aber wieder besser ins Spiel und es gab einige gute Möglichkeiten. Es blieb aber beim 1:1 und so holte sich Frankreich den ersten Punkt des Turniers. Deutschland verpasste es damit den Viertelfinaleinzug vorzeitig zu sichern.

67 Sekunden dauerte die Verlängerung, dann konnte Katarina Jobst-Smith mit einem platzierten Schuss den Siegtreffer.

Deutschland gewinnt am Ende verdient, es hätte allerdings schon nach 60 Minuten einen Sieg geben können. Frankreich hat sich am Ende diesen einen Punkt verdient.

Stimmen zum Spiel (Quelle DEB):

Frauen-Bundestrainer Jeff MacLeod: „Wir freuen uns über den zweiten Sieg im Turnier! Natürlich hätten wir heute gerne drei Punkte geholt und uns für die vielen Offensivbemühungen bereits in der regulären Spielzeit belohnt. Wir haben die gesamte Partie gut gespielt und uns ein deutliches Chancenplus erarbeitet. In der Defensive haben wir wenige Torgelegenheiten für die Französinnen zugelassen. Wir sehen eine Entwicklung von der gesamten Mannschaft im Vergleich zum letzten Spiel und wachsen weiter als Team. Nun bereiten wir uns intensiv auf das letzte Vorrundenspiel vor und werden das heutige Spiel am Abend noch analysieren. Morgen müssen wir wieder die gleiche Energie auf das Eis bringen, um auch gegen Italien erfolgreich zu sein.“

Stürmerin Nicola Hadraschek-Eisenschmid: „Wir haben heute eine gute Mannschaftsleistung gezeigt und den Gegner über weite Strecken dominiert, allerdings müssen wir an unserer Chancenverwertung arbeiten. Wir hatten über 40 Schüsse, da können und müssen am Ende natürlich mehr Tore herauskommen. Es kann immer passieren, dass man bei aller Überlegenheit einen Gegentreffer bekommt und das Spiel trotz der guten Leistung sogar verloren gehen kann. Nichtsdestotrotz schauen wir nun nach vorne und wollen das Positive aus diesem Spiel mitnehmen und das, was wir heute nicht so gut gemacht haben, abstellen. Wir schauen positiv auf den morgigen Tag und freuen uns auf das Spiel gegen den Gastgeber!“

Deutschland – Frankreich 2:1 (1:0/0:0/0:1) n.V.

Schiedsrichter: M. Doyle (USA), Z. Svobodova (CZE) – A. Clarke (CAN), J. Todd (CAN)
Zuschauer: 3.632
Strafen: GER 6 (2/2/2/0), FRA 10 (8/0/2/0)
Tore:
1:0 (19:25) L. Kluge (D. Gleißner, N. Hadraschek-Eisenschmid) PP1;
1:1 (48:21) E. Duvin (M. le Scodan);
2:1 (61:07) K. Jobst-Smith (Li. Welcke, Lu. Welcke);

TABELLEN:

GRUPPE A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

USA

3

15:1

14

9

2

Kanada

2

9:1

8

6

3

Tschechien

4

7:14

-7

4

4

Schweiz

3

4:12

-8

2

5

Finnland

2

0:7

-7

0

 

GRUPPE B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweden

3

14:2

12

9

2

Italien

3

8:9

-1

6

3

Deutschland

3

8:7

1

5

4

Japan

3

7:10

-3

3

5

Frankreich

4

4:13

-9

1

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/olympic-w