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Saisonrückblick Teil III: Der persönliche Rückblick und ein Märchen

spielfeld150 allgemeinEs war eine recht eigenartige Saison, die hinter mir liegt. Es gab erfreuliches, es gab die üblichen Probleme und es gab trotzdem Highlights.

Die Sommerpause konnte ich wieder recht abwechslungsreich gestalten, besuche bei den Spreefüxxen Berlin, den Frauen von ALBA Berlin, den Spreewölfen, dem Hauptstadtcup den Berlin Adler füllten den Sommer sehr gut. Und es gab ein absolutes Highlight, die Geschichte zu 50 Jahre Fraueneishockey im Berlin.

Ich hab ja in der Vergangenheit einiges veröffentlicht, aber diese Serie lief unglaublich gut. Auch war die Entstehung einfach klasse, wie man auch an den Grußbotschaften sehen kann. Nochmals Danke an alle, die dazu ihren Anteil hatten. Während das für mich schon eine Überraschung war, war es weniger überraschend, dass es sonst nirgends etwas zu diesem Thema gab…
Im Juli sah es noch so aus, als würde die Eissaison erstmals nach langer Zeit wieder ohne Probleme verlaufen, es sah aber nur so aus.. Beim Kitzsportfest im Erika-Heß-Eisstadion war im Juli noch die Rede davon, dass der Wedding pünktlich ans Netz gehen würde. Aber wenn Verantwortliche Reden, kommt bekanntlich selten etwas Vernünftiges raus. So folgte wenig später doch die Meldung das es im Wedding kein Eis geben wird und Berlins Eissport schaute wieder in die Kühlrohre. Immerhin gelang es im Wedding für ein paar Wochen eine temporäre Anlage einzubauen. Sah putzig aus, als ob die Eisfläche Nachwuchs bekommen hatte. Denn es wurde eine kleine Fläche eingebaut, wie man sie aus einer Liga in Übersee kennt. Hier konnten sehr deutlich die Unterschiede zu einer vernünftigen Eisfläche sehen. Für Sportler sind olympische Spiele ein Highlight und für einige Konten sicherlich auch. Diesmal war Olympia nichts für mich. Beim Eishockey gab es eigentlich nur ein Turnier, nämlich das der Frauen. Das andere war eher eine Werbeveranstaltung für eine Liga aus Übersee. Dabei ist doch Werbung eigentlich verboten, abgesehen von den großen Sponsoren, die einige Konten füllen… Ich habe immer nur in Werbepausen anderer Fernsehsendungen reingeschaut und fand erschreckend, was für ein Körpereinsatz da geboten wurde. Also beim Volleyball ist da wesentlich mehr los.
Kurz vor Saisonende folgte die Horrormeldung aus dem PO 9, so etwas ist wirklich nicht schön und die Halle wurde einige Tage früher geschlossen. Doch auch hier konnten am Ende fast alle angesetzten Veranstaltungen durchgeführt werden.
Noch ein Highlight gab es nach dem letzten Eishockeyspiel der Saison. Wie schon in den letzten Jahre habe ich wieder bei der Siegerehrung geholfen und ein davon veröffentlichtes Video ging richtig ab… Ein Dank geht hier an Tampa 2 Films für die Veröffentlichung und an die über 100 Leute, die darauf reagiert haben.

Leider mussten wir uns auch in Laufe der Saison wieder von Personen verabschieden, die uns viel zu früh verlassen haben. Einer davon war Carsten Carstensen. Carsten hat während seiner Zeit bei FASS viel für den Verein getan. Und er unterstützte von Beginn an das Frauenteam der Weddinger. Nach dem Aufstieg in die DFEL2 Nord fragte er mich ob ich neben seinen Ideen auch welche hätte, wie man das Team unterstützen könnte. Seine Abschiedsparty im Januar war eine traurige Veranstaltung, die Art der Veranstaltung war aber auch ein gewisser Highlight und ich bin ihm dankbar, dass ich dabei sein durfte.
Matze Penk hat bei FASS und dem OSC viele Sachen gemacht und ist leider auch verstorben. Nicht zu vergessen Mike Eigen, der Mitbegründer der DEC Eishasen Berlin war, dem ersten reinen Fraueneishockeyverein Deutschlands und der lange sehr viel für das Fraueneishockey getan hat.

Ich hätte auch gerne noch ein weiteres Highlight besucht, denn erstmals fand das Turnier um den U16-Europapokal in Deutschland statt. Leider hielt der für die Durchführung zuständige Verband es nicht für nötig für dieses Highlight dieses Jahrgangs rechtzeitig Werbung zu betreiben oder zumindest darauf hinzuweisen. Da ich ja alles aus privater Tasche bezahle, achte ich schon ein wenig auf die Ticketpreise. Hätte ich also früh von dieser Premiere erfahren, wäre ich mit Sicherheit nach Füssen gefahren. Vermisst werde ich da nämlich schon Und wie war das mit der Förderung des Fraueneishockeys? Gehören die U16 etwa nicht dazu oder ist es dem Verband am Ende egal, ob über ein solches Event ausführlicher berichtet wird? Wichtiger scheinen dort die Verteilung von nutzlosen Gummipunkten zu sein, um dann Sterne zu sehen. Aber das mit der Öffentlichkeitsarbeit ist eben so eine Sache, wie sich schon vor der Saison bei der Veröffentlichung des Teilnehmerfeldes der DFEL2 Nord zeigte…

Für mich war es eine sehr komische Saison. 73 Eishockeyspiele habe ich in dieser Saison besucht, das sind fast 35 Spiele unter dem Durchschnitt der letzten 22 Jahre und da war dann auch noch ein Coronajahr mit nur 25 Spiele bei. Es wird wirklich Zeit, dass die Spielpläne mit mir abgesprochen werden… Da genug Zeit für andere Sachen war, habe ich eben viel ALBA-Frauen geschaut und eine Premiere, nämlich den ersten Pokalsieg der Vereingeschichte, Live miterlebt. Dazu kamen wieder einige Spiele der Spreefüxxe und in der Woche ein paar Spiele der Füchse Berlin.

Und ich habe die Zeit genutzt, um ein kleines Märchen zu schrieben:

Es war einmal ein Königreich, im Volksmund Eishockeyliga genannt. Hier hat der König, im Volksmund auch Ligenleiter genannt, eine Person aus seinem Hofstaat, im Volksmund auch Vereinsvertreter genannt, offiziell zum Hofnarren befördert. Denn diese Person hat sich schon in der Vergangenheit nicht an die durch den König in Zusammenarbeit mit dem Hofstaat veröffentlichten Vorgaben, im Volksmund auch Durchführungsbestimmungen genannt, gehalten und durfte dies nun mit Genehmigung des Monarchen tun. Und während die anderen Mitglieder des Hofstaats, also die Vereinsvertreter, alles taten, um die Wettkämpfe, im Volksmund auch Spiele genannt, ordnungsgemäß durchzuführen, verarschte, ja, verarschte, der Hofnarr weiter die Leute vom Hofstaat, also die Vereinsvertreter und die Ritter, im Volksmund auch Schiedsrichter oder Streifenhörnchen genannt und machte bei den Wettkämpfen, also den Spielen, weiter was er wollte. Es gab leider noch mehr negatives zu berichten, wofür der König, also der Ligenleiter, allerdings nichts konnte. Es gab natürlich bei den Wettkämpfen, also den Spielen, Vorgaben, im Volksmund Regeln genannt, an die sich die Untertanen, also die Spieler, zu halten haben. Die Ritter, also Schiris oder auch Streifenhörnchen, sollten dafür sorgen, dass diese Vorgaben, also Regeln, beachtet wurden. Leider waren einige Untertanen, also Spieler, der Meinung, die anderen Untertanen, also Spieler, zu Freiwild erklären zu müssen und sie veranstalteten eine Treibjagd. So mussten einige der teilnehmenden Truppen, also Mannschaften, von Beginn an Verletzte beklagen, einige Untertanen, also Spieler, fielen sogar sehr lange aus. Die Ritter, also Schiris oder auch Streifenhörnchen, versuchten alles, um diese Gemetzel zu verhindern, sie waren aber machtlos. Und sie konnten am Ende vermutlich froh sein, dass sie nur Verbal angegangen wurden. Ein Ritter, also Schiris oder auch Streifenhörnchen, besaß allerdings die Frechheit dem Hofnarren, also einen Vereinsverantwortlichen, eine große Strafe zu verpassen, dabei wollte dieser sich vermutlich nur an der Nase kratzen…
So war in diesem Königreich, also die Liga, einiges los und es gab viele Stirnrunzeln… Sowas gibt es nicht? Vermutlich nicht, denn wer glaub schon, dass die Märchen von Dornröschen und die sieben Zwerge oder Schneewittchen und Rosenrot wirklich passiert sind???

Nun geht es also wieder in die Sommerpause und es gab auch schon nach den letzten Eishockeyspielen die ersten Besuche bei den ALBA-Frauen und den Spreefüxxen. Weitere Besuche bei anderen Sportveranstaltungen werden sicherlich folgen. Was dann folgt ist ein Doppeljubiläum, mehr dazu wird aber erst später verraten. Verraten wird aber schon, dass es wieder Zusammenfassungen der Meldungen von Vereinen und möglicherweise ja auch von einem Verband geben wird. Die erste Runde dazu gab es ja schon im Mai.

Ich wünsche Euch einen schönen Sommer

Euer Noppe