Am Wochenende fand in Berlin das DBBL Pokal Top 4 Finalturnier statt. Vier Teams spielten um den Pokalsieg und die Platzierungen und es war in jeder Hinsicht ein unglaublich tolles Turnier. Hier ist eine kleine Zusammenfassung zu den Spielen.
Die Halbfinalspiele
Zwei spannende Spiele gab es im Halbfinale um den DBBL-Pokal. ALBA Berlin setzte sich dabei gegen die Saarlouis Royals nach Verlängerung durch, die Rutronik Stars Keltern knapp gegen die Blue Dolphins BC Marburg.
ALBA gewinnt nach Verlängerung
ALBA kam gut ins Spiel und so konnten sie sich zu Beginn einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Saarlouis brauchte etwas, kam dann aber auch. Zwischenzeitlich konnten sie im 1. Viertel sogar in Führung gehen, was während der gesamten Partie nur selten der FALL war. Nach dem ersten Viertel führte ALBA mit neun Punkten Vorsprung und sie konnten diesen bis zur Halbzeit auf elf Punkte ausbauen.
In der 2. Halbzeit kämpften sich die Royals zurück. Im 3. Viertel konnte zwar nur ein Punkt aufgeholt werden, nach 40 Minuten hatten sie das Spiel ausgeglichen und so ging es in eine Verlängerung von fünf Minuten.
Die Overtime ging mit 9:13 an ALBA und so zog das Team ins Finale ein.
Saarlouis Royals – ALBA Berlin 67:71 (11:20/16:18/12:11/19:9) n.V.
Punkte:
Saarlouis: M. Burse (20), J. Jenkins (11), E. Eichmeyer E. Zabotkaite (je 10), R.-J. Lehtoranta (7), E. Koskimies (4), N. Lo Sylla (3), M. Meynadier, (2),
ALBA: A. Hartmann (18), L. Gohlisch (10), M. Bertholdt (9), E. Kiser, J. Raflo (je 8), D. Thomas (7), T. Stammberger (5), N. Rosemeyer, T. Simon (je 3)
Keltern gewinnt im Endspurt
Marburg war gegen das Spitzenteam der Bundesliga klarer Außenseiter, sie haben sich aber bis in dieses Finalturnier vorgekämpft und sollten nicht unterschätzt werden. Keltern wurde seiner Favoritenrolle auch zunächst gerecht, Früh führten sie zweistellig und nach einer Führung von 14 Punkten nach zehn Minuten waren es zur Halbzeit sogar 18 Punkte.
Im 3. Viertel kam Marburg. Keltern spielte Defensiv recht aggressiv und irgendwie brachte das den Favoriten selbst etwas aus dem Konzept, denn es gab einige Pfiffe der Schiedsrichter gegen sie. Marburg nutzte dies und kam immer näher heran. Ein Punkt Rückstand hatten sie nach 30 Minuten und im letzten Viertel gingen sie sogar in Führung. Am Ende konnte sich Keltern wieder steigern und die Partie knapp für sich entscheiden.
Blue Dolphins BC Marburg – Rutronik Stars Keltern 74:79 (12:26/18:22/30:13/14:18)
Punkte:
Marburg: C. Jones (23), L. Debeljak, S. Guerreiro (je 10), A. Raimundo (7), L. Kentzler, A. Fertig (je 6), M. Bytvatov (5), M. Heide (4), L. Michel (3)
Keltern: A. Kiss-Rusk (15), K. Konstantinova, M. Marisa (je 13), A. Wilke (12), S. Kostowicz (6), A. Mandic, N. Rosic (je 5), M. Huijbens (4), Y. Saulnier, A. Schlipf (je 3)
DBBL Pokal Top 4 2026: Die Finalspiele
Auch die beiden Finalspiele waren nichts für schwache Nerven. Wieder haben beide Teams alles gegeben und es gab verdiente Sieger.
Spiel um den 3. Platz: Saarlouis Royals - Blue Dolphins BC Marburg 62:73 (16:17/13:17/16:17/17:22)
Marburg kam diesmal besser ins Spiel und so liefen die Royals von Beginn an einem Rückstand hinterher. Da sich Marburg aber nicht absetzen konnte, stand es nach 10 Minuten 16:17.
Auch im 2. Viertel lag Marburg weiter in Führung Saarlouis blieb aber weiter dran. Mit einem spektakulärem Dreierwurf aus der eigenen Hälfte beendete Marburg das Viertel und führte zur Halbzeit mit 29:34.
Saarlouis konnte den Rückstand im 3. Viertel schnell aufholen und nun wurde es ein abwechslungsreiches Spiel mit wechselnden Führungen. Nach 30 Minuten stand es 45:51 für Marburg, die zum Ende des Abschnitts wieder besser trafen.
So richtig verkürzen konnte die Royals den Abstand zunächst nicht. Im Gegenteil, Marburg konnte diesen sogar leicht vergrößern. Fünf Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung von Marburg 12 Punkte. Marburg ließ sich den 3. Platz nicht mehr nehmen und gewann am Ende mit 62:73.
Punkte:
Saarlouis: J. Jordyn (19), M. Meynadier (12), M. Burse (8), E. Zabotkaite (6), E. Eichmeyer (5), B. Shpuo-Hill (4), E. Koskimies, N. Lo Sylla (je 3), J.-S. Schiffer (2)
Marburg: L. Debeljak (18), A. Fertig (14), S. Guerreiro (11), G. Kampschroeder (9), C. Jones (8), A. Raimundo (7), L. Kentzler (3), M. Heide (2), M. Byvatov (1)
Finale: ALBA Berlin - Rutronik Stars Keltern 67:62 (17:14/11:14/15:16/13:12) n.V.
Wer ein enges Spiel erwartet hatte, wurde nicht enttäuscht. Zunächst ging Keltern in Führung, später glich ALBA aus und nach zehn Minuten führten die Berlinerinnen mit 17:14.
Keltern konnte im 2. Viertel das Spiel ausgleichen und sogar in Führung gehen, aber ALBA kam zurück und es ging mit einem 28:28 in die Pause.
Die ersten sechs Punkte nach der Halbzeit gingen an Keltern und so lief ALBA einem Rückstand hinterher. Die Berlinerinnen kämpften weiter, sie konnten aber nicht verhindern, dass Keltern nach 30 Minuten mit 43:44 führte.
Der Vorsprung von Keltern wuchs im letzten Viertel auf neun Punkte an, ALBA kam einfach nicht heran. 222 Sekunden vor dem Ende waren es noch drei Punkte und 30 Sekunden später gelang der Ausgleich und ein Freiwurf brachte die Führung. Was folgte war nichts für schwache Nerven. Beide ließen Freiwürfe liegen, bis Keltern wieder einen Punkt vorne lag. 3,3 Sekunden vor dem Ende sorgte ein verwandelter Freiwurf von ALBA für das 56:56 und so gab es eine Verlängerung.
8,5 Sekunden vor dem Ende der Overtime konnte sich ALBA durch Freiwürfe fünf Punkte Vorsprung verschaffen und das reichte, um am Ende 67:62 zu gewinnen und erstmals Pokalsieger zu sein.
Neben dem Pokalsieg gab es noch eine Ehrung für ALBA, Lena Golisch wurde als MVP ausgezeichnet.
Punkte:
ALBA: M. Berthold, A. Hartmann (je 12), T. Stammberger (11), L. Golisch (10), N. Rosemeyer (8), E. Kiser (7), A. Muse, T. Simon, D. Thomas (je 2), L. Schultze (1)
Keltern: A. Wilke (21), K. Konstantinova, A. Kiss-Rusk (je 8), M. Marisa (7), M. Huijbens, S. Kostowicz, Y. Saulnier (je 5), A. Mandic (3)
Damit holt ALBA Berlin erstmals den Pokal, Keltern, Marburg und Saarlouis folgen auf den Plätzen.
Es war eine top organisierte Veranstaltung und auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Sportlich waren es hochklassige und spannende Spiele. Glückwunsch an die Teams, hier wurde wieder Werbung für den Sport gemacht.
Ausführliche Statistiken gibt es unter https://toyota-dbbl.de/pokal/








