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15:15 Uhr Schweden – USA 6:0 (1:0/3:0/2:0)

Titelverteidiger Schweden war das beste Vorrundenteam und stellten die beste Verteidigung, die US-Boys stellten den besten Sturm. Sie erreichten 1960 letztmals das Finale einer WM und da wurden sie Weltmeister und Olympiasieger. Denn damals wurde in Olympiajahren der Weltmeister nicht separat ausgespielt. Die Viertelfinalspiele aber zeigten, dass nach der Vorrunde die Karten neu gemischt werden. Den besseren Start hatte die USA, Schwedens Abwehr bekam reichlich zu tun. Doch wie so oft, wenn es bei den einen nicht klappt, treffen die anderen. Schweden hatte nicht viele Angriffe, aber einen nutzten sie nach 15 Minuten per Nachschuss durch Viktor Arvidsson zum 1:0. Auch im 2. Drittel hatten die Amerikaner früh gute Chancen, machten aber hinten einige Fehler, die zu guten Chancen der Skandinavier führten. Und ein Fehler führte zum 2:0. In Unterzahl kann Schweden einen Konter fahren und im 2. Nachschuss traf Magnus Paajarvi (28.). Drei Minuten später zelebrierten die Schweden eine Überzahl und es stand 3:0 durch Patric Hornqvist. Neun Sekunden später klingelte es erneut bei Keith Kincaid, Mattias Janmark ließ vom Bully weg das 4:0 folgen. Und wie sollte es anders sein, auch das letzten Drittel begann mit einigen Chancen für die US-Boys. Es ging weiter intensiv zur Sache, wobei die Schweden sich aufs Kontern beschränken konnten. Den nächsten Treffer erzielte wieder Schweden, der Torhüter der USA war gerade vom Eis, da trifft Viktor Arvidsson acht Minuten vor dem Ende zum 5:0. Während die USA weiter beste Chancen vergaben, trafen die Schweden weiter. Adrian Kempe erhöhte zwei Minuten vor dem Ende sogar auf 6:0. Es war eine beeindruckende Leistung der Schweden um Torhüter Anders Nielsson, der klasse Paraden zeigte. Die USA vergab einfach zu viele gute Chancen, um hier eine Chance zu haben.

19:15 Uhr Kanada - Schweiz 2:3 (0:1/1:1/1:1)

Die Schweizer haben bewiesen, dass mit ihnen immer zu rechnen ist. Kanada sollte also gewarnt sein, es drohte eine schwere Aufgabe. Beide versuchten zunächst, Chancen des Gegners zu verhindern. Das klappte zwar ganz gut, wenn was durchkam, hatte es das aber auch gleich in sich. So dürften beide Torhüter zeigen was sie können. Im Laufe des Drittels hatte der Favorit zwar leichte Vorteile, dann aber schlugen sie Schweizer zu. 79 Sekunden vor der ersten Pause traf Tristan Scherwey zum 0:1. Kanada brauchte im 2. Drittel ein wenig, um wieder in Schwung zu kommen. Dann aber gelang der Ausgleich, Bo Horvat traf nach 28 Minuten. Das zweite Überzahlspiel der Eisgenossen führte zur erneuten Führung. Die Scheibe lief gut und Gregory Hofmann vollendete (30.). Kanada schaffte es zwar, die Eidgenossen schwer unter Druck zu setzen, mir viel Kampf hielten die Schweizer aber dagegen und sie konnten sich immer wieder kurz befreien. Die Schweizer konnten diese Druckphase bis zur 2. Pause überstehen und sorgten somit schon für eine Überraschung. Und die nahm weiter ihren Lauf, denn die Kanadier stürmten zwar weiter, scheiterten aber spätestens am gut aufgelegten Leonardo Genoni. So auch in der 45. Minute, als Kanada in Unterzahl mit einem Konter scheiterte und im Gegenzug zeigten die Schweizer wie man es macht. Geatan Haas fälschte einen Schuss unhaltbar für Darcy Kuemper ins Tor ab. Nun griff Kanada noch mehr an, aber sie kamen einfach nicht durch. Die Schweizer verteidigten mit allem was zu Verfügung stand. 2:40 vor dem Ende nahm Kanada den Torhüter vom Eis, um es mit einem Feldspieler mehr zu versuchen. Und 2:07 vor Schluss klappte es doch noch mit einem Tor, Colton Parayko traf mit einem strammen Schuss von der blauen Linie. Natürlich versuchte Kanada es weiter, aber die Schweizer schafften es, diesen Vorsprung über die Zeit zu retten. Mit einer grandiosen kämpferischen Leistung und der besseren Chancenverwertung erkämpfen sich die Schweizer verdient den Finaleinzug.

Damit kommt es morgen zu folgenden Finalspielen:

15:15 Uhr Platz 3: USA vs. Kanada

20:15 Uhr Finale: Schweden vs. Schweiz

Ausführliche Statistiken gibt es hier