logo landesligaDass ein kleiner Kader in Spitzenspielen nicht automatisch eine hohe Niederlage bedeuten muss, zeigte sich im Spiel der Wikinger vom BSchC gegen den ERSC Berliner Bären. 3:4 (0:1/2:1/1:2) gewann ein dezimierter ERSC ein spannendes Spitzenspiel.

Die Wikinger gingen favorisiert in dieses Spiel. Das Team stellt den besten Angriff und die beste Abwehr und sie lieferten teils spektakuläre Spiele ab. Auf die Bären wurde also viel Arbeit zukommen. Beide haben bisher neun Spiele absolviert, die Wikinger haben bei 24 Punkten einen Punkt Vorsprung auf die Bären.

Personell war klar, dass die Wikinger auf die gesperrten Artur Wall und Slawomir Wisniewski verzichten mussten. Dennoch konnten sie neben zwei Torhütern noch 17 Feldspieler aufbieten. Beim ERSC sah es auf dem Protokoll ziemlich übersichtlich aus, zwei Torhüter und elf Feldspieler standen zur Verfügung. Tim Ziesmer (Wikinger) und Marco Guthke (ERSC) sollten Tore verhindern.

Die Gastgeber versuchten zwar gleich Druck aufzubauen, aber die Bären verteidigten gut. Nach vier Minuten hatten die Gäste Glück, ein Schuss landete am Pfosten. Viele Chancen hatten die Gäste nicht, sie erzielten den ersten Treffer des Spiels. Nach schöner Vorarbeit von Stefan Leciejewski traf Benjamin Dierksen nach 12 Minuten zum 0:1. Der Treffer zeigte Wirkung, die Wikinger machten nun Fehler und das brachte den Bären weitere Chancen. Mit Vorteilen für die Wikinger, aber einer knappen Führung der Bären ging es in die erste Pause.

Zwei Strafen kurz vor der Sirene sorgten für ein 5-3-Powerplay der Bären. 1:48 hatten sie zur Verfügung, um die Führung auszubauen. Es blieb jedoch beim 0:1. Kaum komplett, gelang den Bären doch noch der zweite Treffer. Pascal Lüdtke nutze einen Konter und so führten die Gäste nach 23 Minuten mit 0:2. Doch die Antwort der Wikinger folgte eine Minute später. Artemy Sakaev verkürzte auf 1:2. Nach 27 Minuten jubelten die Wikinger zwar, aber Bären-Keeper Marco Guthke hatte den Puck unter seinem Schoner begraben und so blieb es beim 1:2. Auch die Gastgeber ließen ein Powerplay erfolglos verstreichen, kamen aber kurz darauf zum Ausgleich. Pascal Heinze fälschte einen Schuss von Samjon Poguntke unhaltbar ins Tor ab (30.). Nun hatten die Gastgeber wieder mehr vom Spiel, erst kurz vor der Pausensirene kamen die Bären wieder zu guten Angriffen. Es blieb aber beim 2:2. 

Auch im letzten Drittel hatten beide Teams ihre Chancen. Die 48. Minute brachte den Bären wieder die Führung. Torhüter Marco Guthke passte lang auf Dustin Kiss und dieser traf zum 2:3. 153 Sekunden vor dem Ende gelang den weiter drückenden Wikingern der Ausgleich. Dustin Hesse sorgte für Jubel auf seiner Bank. Dieser verstummte 51 Sekunden vor Spielende, denn Benjamin Böhmer traf zum 3:4. Dieses Ergebnis verteidigten die Gäste und sind damit neuer Tabellenführer.

Es war ein taktisch kluges Spiel der Bären, die den Wikingern alles abverlangten. Diese hatten ihre Chancen, nutzen sie aber nicht.

Schiedsrichter: B. Hecker, M. Schewe
Strafen: Wikinger 6 (4/0/2), ERSC 6 (0/6/0),
Tore:
0:1 (11:24) B. Dierksen (S. Leciejewski, K. Englisch);
0:2 (22:23) P. Lüdtke (M. Storbeck, H. Becker); 1:2 (23:52) A. Sakaev (P. Heinze, N. Jakob); 2:2 (29:34) P. Heinze (S. Poguntke, S. Roubicek);
2:3 (47:58) D. Kiss (M. Guthke); 3:3 (57:27) Du. Hesse (De. Hesse); 3:4 (59:09) B. Böhmer (S. Leciejewski, D. Kiss);

Im 2. Spiel des Tages gewannen die FASS Berlin Allstars ein Vereinsderby ohne Strafzeiten gegen die 1b der Weddinger mit 13:2 (4:0/5:1/4:1).

erschienen bei Icehockeypage