logo landesligaFür den neutralen Zuschauer war es mit Sicherheit ein interessantes Spiel was der OSC und der ASC Spandau am Samstagabend im Eisstadion Neukölln geboten haben, für die Trainer (Fred Freck/OSC – Marco Jagnow/ASC) eher ein Wechselbad der Gefühle, das mit einem 5:7-Erfolg der Spandauer letztlich endete.

Beide Teams waren gut besetzt, bei den Gastgebern waren 14 und bei den Spandauern gar 17 Feldspieler am Start, in den Toren aber herrschte zu 100% das weibliche Geschlecht; Lilly-Ann Riesner und Larissa Pasche sollten verhindern, was da kommen würde.

Abwartend ging los, aber nach etwas über vier Minuten sorgte schon der erste konzentrierte Angriff des OSC für die Führung. Es ging schnell ins Spandauer Drittel, ein kurzes Festsetzen, ein Rückpass zur blauen Linie und ein trockner Schuss – 1:0 durch Carlo Scheiterning. Was danach kam, war eigentlich ein lang anhaltendes Abtasten, denn beide Mannschaften konnten in der Folge keine entscheidenden Akzente setzen. In der 19. Minute wurde es dann aber mal wieder aufregend, denn die Bande gab nach einem Check in Drittel des OSC partiell den Geist auf, so dass doch bei Fortsetzung eine Verletzungsgefahr für die Spieler an dieser Stelle drohte. So wurde die Partie 1:10 vor Ende des Drittels unterbrochen, die Drittelpause vor- und die Eisfläche abgezogen. Nach einer 45minütigen Unterbrechung durch die Reparatur ging es nach Absprache mit allen Beteiligten dann weiter und in den verbleiben Sekunden des ersten Drittels verfielen die Gastgeber in kollektiven Tiefschlaf und Spandau glich durch Nico Kirchner innerhalb von sechs (!) Sekunden nicht nur aus, sondern ging auch in Führung (20.).

Nach dem Seitenwechsel waren es fortan die Gäste, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Schnelle Vorstöße durch Rene Beuthner, Nico Kirchner und Nico Dorsch brachten die OSC-Verteidigung immer wieder in Verlegenheit, logisch Folge waren weitere Tore. Aber auch der OSC zeigte sich auch und glich zunächst durch Carlo Scheiterning aus (2:2/22.). Die Antwort war der dritte Treffer von Nico Kirchner zum 2:3 nur 78 Sekunden später (24.). Spandau drückte zwar weiter, aber wieder war es der OSC, der durch Bo Schauer erneut zum Ausgleich kam (35). Nun dauerte es 117 Sekunden und Spandau war wieder in Führung, aus dem Gewühl heraus traf Nico Dorsch (37.).

Da die Bande den Belastungen standgehalten hatte, ging es also ins letzte Drittel und so weiter wie bisher. Spandau bestimmend und druckvoll, der OSC mit dem Versuch gegenzuhalten. Nico Kirchner erhöhte auf 3:5 (50.) und Rene Beuthner auf 3:6 (51.), das Ding war rum. Marvin Melian verkürzte zwar nochmal auf 4:6 (55.), aber dann machte Rene Beuthner mit Treffer Nr. 7 (58.) alles klar. Das 5:7 durch Erik Mönch zehn Sekunden vor dem Ende war nur noch Kosmetik.

Ein Spiel mit zwei Gesichtern, bis zur reparaturbedingten Unterbrechung hatte man nicht zwingend den Eindruck, dass Spandau als Sieger vom Eis gehen würde. Der OSC zeigte sich aber dann „völlig von der Rolle“, die Mannschaft legte einen ungewohnt blassen Auftritt  hin und muss sich schon alleine deswegen mit dieser verdienten Niederlage abfinden.

OSC vs. ASC Spandau 5:7 (1:2 2:2 2:3)

Tore:
1:0 (04:17) Scheiterning (E. Mönch), 1:1 (19:38) Kirchner (Droese), 1:2 (19:44) Kirchner (Droese)
2:2 (21:45) E. Mönch (V. Fleck) UZ1, 2:3 (23:08) Kirchner, 3:3 (34:48) Schauer (Pen.), 3:4 (36:45) Dorsch (PP1)
3:5 (49:34) Kirchner (Droese), 3:6 (50:21) Beuthner PP1, 4:6 Melian PP1, 4:7 Beuthner (Borck), 5:7 (59:50) E. Mönch)
Strafen: OSC 14 (4/6/4) – ASC 12 + 10 (Zamer/Disz.)(2/16/4)
Besonderheit: Nico Kirchner scheitert mit einem Penaltyschuss an Lilly-Ann Riesner (48:44)
Schiedsrichter: Pompetzki, Timofeev

Matze für OSC Berlin