logo landesligaEs war sehr lange ausgeglichen in diesen hart umkämpften Duell zwischen dem OSC und dem SCC, aber Dank glücklicher 57 Sekunden zum Ende des zweiten Drittels gingen die Neuköllner Hausherren letztlich mit 6:4 (2:2 3:1 1:1) als Sieger vom Eis.

Mit 15 Grad war es durchaus angenehm an diesem Sonnabend-Abend für alle Anwesenden im offenen Eisstadion Neukölln und trocken war es ebenfalls; ein Glück, denn man ist ja dort auch ganz andere Witterungsverhältnisse gewohnt. Der OSC trat mit 15 Feldspielern an, Lilly-Ann Riesner stand im Tor. Der SCC hielt mit 14 + 2 dagegen, Lucas Koletzki war auf deren Seite für die Torverhinderung zuständig. Um es vorwegzunehmen, beide verrichteten ihre Aufgaben ordentlich, aber Lucas Koletzki machte zumindest bei einer Situation keine glückliche Figur.

Das erste Drittel begann mit einem Paukenschlag, denn nach sieben Sekunden konnten sie Fans des OSC schon jubeln, nach dem Gewinn des Bullys ging es über rechts schnell nach vorne und vor das Tor, Dimitri Barabas war der Nutznießer vor Vorlage von Bo Schauer. Der SCC zeigte sich aber nicht sonderlich geschockt und bemühte sich nun seinerseits um einen ordentlichen Spielaufbau. Das gelang den Charlottenburgern auch ganz gut, der Ausgleich durch Karsten Nyschan (11.) war der verdiente Lohn. Aber durch die schnellen Bo Schauer und Dimitri Barabas konnte der OSC wieder in Führung gehen, wobei Bo Schauer dieses Mal der Torschütze (14.) war. Aber der SCC blieb keiner seiner Linie und glich zweieinhalb Minuten später durch Jonathan Maier wieder aus (16.), womit es auch in die erste Drittelpause ging.

Im Mittelabschnitt war es der SCC, der mit fortlaufender Zeit das Spiel bestimmte, denn vom OSC war in dieser Phase bis auf einige Angriffe und Torschüsse verhältnismäßig wenig zu sehen. Logische Konsequenz war das 2:3 durch Karsten Nyschan (32.). Der OSC bemühte sich in der Folge um den Ausgleich, aber das Meiste blieb zu in der konzentrierten Abwehr des SCC hängen. So lief die Uhr in Richtung zweite Drittelpause, ohne dass die Neuköllner zu wirklich zwingenden Chancen kamen. Aber als meisten Fans wohl schon auf dem Weg zum Imbiss waren, waren die Spieler des SCC mit ihren Gedanken in der Kabine. Und da schlugen die Hausherren doch noch zu und das mit aller Wucht. War der Ausgleich durch Dimitri Barabas (39.) noch glücklich, war das 4:3 durch Bo Schauer eine schöne Einzelaktion. Das 5:3 durch Pascal Bock (40.) setzte dem Ganzen noch eins drauf, denn aus dem Rückstand war innerhalb von 57 Sekunden eine 2-Tore-Führung geworden. Die Gäste waren nun sichtlich geschockt und wohl fassungslos über ihr eigenes Unvermögen, die Drittelpause kam da genau richtig.

Das letzte Drittel war geprägt von Kampf und Krampf. Der SCC wollte wieder rankommen, der OSC genau das verhindern und konnte durch Marvin Melian sogar noch auf 6:3 erhöhen (53.). Die SCC gab sich aber noch nicht geschlagen, denn durch einen von Karsten Nyschan verwandelten Penalty (56.) kamen die Gäste doch noch näher ran. Die letzten Minuten wurden dann ein bisschen hektisch, auch vom Körpereinsatz her, so dass ein Check von Jörg Schulz in unmittelbarer Nähe der Bande eine große Strafe plus Spieldauerdisziplinarstrafe nach sich zog. Letztlich brachte der OSC die Führung über die Zeit, wobei man ganz klar sagen muss, dass sich der SCC selber geschlagen hat.

V. Fleck (Co-Tr): „Der SCC ist ein unangenehmer Gegner und immer schwer zu spielen.“

Für den OSC ist nun Pause bis zum 09.12., die nächsten Spiele entnehmen sie bitte dem Landesligaspielplan.

OSC vs. SCC 6:4 (2:2 3:1 1:1)

Tore:

1:0 (00:07) Barabas (Schauer), 1:1 (0:43) Nyschan (M. Maier, Kämmerer), 2:1 (13:01) Schauer (Barabas), 2:2 (15:30) M.Maier (Steffenhagen, Nyschan)
2:3 (31:14) Nyschan (Schöndorf), 3:3 (38:03) Barabas (V. Fleck, Matiascheck), 4:3 (38:16) Schauer, 5:3 (39:00) Bock (Hannemann)
6:3 (52:57) Melian, 6:4 (55:25) Nyschan (Pen.)
Strafen: OSC 18 (2/10/6) - SCC 23 + Spieldauer J. Schulz wg. Check gegen die Bande (2/6/35)
SR: Gläser, Möhring

Matthias Penk für OSC Berlin

erschienen bei Icehockeypage