u16 2022Norwegen eröffnete den Finaltag mit einem Sieg im Spiel um den 7. Platz gegen Deutschland. Frankreich gewann das Spiel um den 5. Platz gegen Österreich. Finnland holte sich durch einen Erfolg gegen die Schweiz den 3. Platz. Im Finale setzte sich Tschechien gegen Ungarn durch.

Spiel um den 7. Platz: Deutschland – Norwegen 1:5 (1:2/0:2/0:1)

Im Gegensatz zu den Gruppenspielen ging es in den Finalspielen über die volle Distanz von 3x20 Minuten. Deutschland wartete immer noch auf den ersten Turniertreffer, Die Abwehr hingegen funktionierte trotz der Niederlagen sehr gut, vier Gegentore mussten hingenommen werden. Diesmal begann Theresa Wagner und so teilten sich die beiden Torhüterinnen das Turnier. Norwegen konnte zwar zwei Tore erzielen, zehn Gegentore sorgten aber ebenfalls für drei Niederlagen in den Gruppenspielen.

Deutschland hatte die ersten Angriffe in diesem Spiel, musste dann aber eine erste Strafe überstehen, was auch gelang. Nach sechs Minuten aber wurde das Team kalt erwischt. Ein Puckgewinn hinter dem deutschen Tor brachte Oda Austefjord an den Puck und sie traf zum 0:1. 15 Sekunden später konnte Malene Tjomsland auf 0:2 erhöhen. Deutschland kämpfte weiter und nach 19 Minuten gelang endlich der erste Treffer in diesem Turnier. Nach eine doppelten Überzahl waren die Norwegerinnen gerade wieder zu viert, da konnte Annabell Seyrer auf 1:2 verkürzen. So war Deutschland zum Ende des Drittels wieder im Spiel.

Mit Chancen auf beiden Seiten ging es im 2. Drittel weiter. Nur traf Deutschland weiter nicht, im Gegensatz zu Norwegen. Denn Thea Rustbakken konnte nach 31 Minuten das 1:3 erzielen. Und Ella Morken erhöhte nach 35 Minuten auf 1:4, sie traf nach einem Break. Mit drei Toren Rückstand ging das DEB-Team in die Kabine und so würde es schwer werden, dieses Spiel noch zu drehen.

Deutschland versuchte zwar im letzten Drittel alles, um zu Toren zu kommen, aber sie trafen einfach nicht. Norwegen griff ebenfalls an und hatte weiter die besseren Chancen. Und eine weitere Chance brachte ihnen das 1:5, Hedda Fredriksen traf nach 55 Minuten. Bei diesem Spielstand blieb es nach 60 Minuten.

Norwegen gewann am Ende dieses Spiel verdient und belegt damit den 7. Platz.

Schiedsrichter: B. Belak – A. Paulheim, L. Juhasz-Berencsi
Zuschauer: 44
Strafen: GER 10 (4/2/4), NOR 14 (10/0/4)
Tore:
0:1 (05:35) O. Austefjord (E. Haynes); 0:2 (05:50) M. Tjomsland (E. Fladmo, I. Ness-Jacobsen); 1:2 (18:01) A. Seyrer (F. Bergmann, A. Thume) PP1;
1:3 (30:47) T. Rustbakken (H. Fredriksen, M. Matheson); 1:4 (34:28) E. Morken (I. Haave, H. Fredriksen);
1:5 (54:54) H. Fredriksen (K. Braten) PP1;
Beste Spielerinnen: Annabell Seyrer (GER), Ida Haave (NOR)

Spiel um den 5. Platz: Österreich – Frankreich 1:4 (0:2/0:1/1:1)

Frankreich ging etwas offensiver in diese Partie und das wurde nach sechs Minuten belohnt. Leina Quiniou konnte in Überzahl das 0:1 erzielen. Beide Teams trugen gute Angriffe vor, den nächsten Treffer gab es aber erst 32 Sekunden vor der Pause. Clemence Boudin konnte im Anschluss an einen Konter den Treffer zum 0:2-Pausenstand erzielen.

Österreich versuchte im 2. Drittel den Anschlusstreffer zu erzielen, Frankreich wollte sich weiter absetzen. So gab es Angriffe beider Teams und auch einige gute Torchancen. Mitten in eine Druckphase von Österreich konnte Frankreich den 3, Treffer erzielen. Ein Break nutzte Clemence Boudin zwei Minuten vor der 2. Pause zum 0:3. Mit diesem Ergebnis wurden letztmalig die Seiten gewechselt.

Mit dem 0:3 war in diesem Spiel eine Vorentscheidung gefallen, auch wenn Österreich nicht aufgab und weiter versuchte hier zum Anschluss zu kommen. Zumal Frankreich selbst mit angriff und nach 47 Minuten zum vierten Treffer kam. In Unterzahl ging Anais Peyne Dingival alleine durch und erhöhte auf 0:4. Eine Minute später kam Österreich doch noch zum ersten Treffer, Hannah Leitner verkürzte auf 1.4. Diesen Vorsprung verteidigte Frankreich, wobei es nur noch wenige Chancen der Österreicherinnen gab.

Frankreich holte sich verdient dieses Spiel und schließt das Turnier damit auf dem 5. Platz ab. Für Österreich bleibt der 6. Platz.

Schiedsrichter: R. Toth – A. Paulheim, C. Peter
Zuschauer: 53
Strafen: AUT 0 (2/4/2), FRA 0 (2/2/4)
Tore:
0:1 (05:11) L. Quiniou OO1; 0:2 (19:28) C. Boudin (M. Facelina);
0:3 (37:32) C. Boudin;
0:4 (46:20) A. Peyne Dingival SH1; 1:4 (47:34) H. Leitner;
Beste Spielerinnen: Anna Billa (AUT), Clara Piazzon (FRA)

Spiel um den 3. Platz: Finnland – Schweiz 3:1 (0:0/2:0/1:1)

Beide lieferten sich ein offenes Spiel, mit leichten Vorteilen für die Schweiz. Großchancen gab es allerdings nicht viele. Bis zum 1. Treffer mussten die Zuschauer aber bis zur 21. Minute warten, dann gelang Finnland der erste Treffer des kleinen Finals. Aino Palosaari staubte nach 55 Sekunden ab und Finnland führte 1:0. Die Anzahl der guten Chancen erhöhte sich nun, beide Torhüterinnen konnten sich mit guten Paraden auszeichnen. Nach 38 Minuten war die Torhüterin der Schweiz aber machtlos, Jennika Ojala überwand sie zum 2:0.

Finnland machte nach 46 Minuten den Sack zu, Jennika Ojala konnte mit ihrem zweiten Treffer in diesem Spiel auf 3:0 erhöhen. Die Schweizerinnen kämpften weiter und Elisa Dalessi weckte nach 51 Minuten mit dem 3:1 wieder kleine Hoffnungen. Sie versuchten es auch weiter, zum Ende sogar in Überzahl und ohne Torhüterin, aber Finnland verteidigte den Vorsprung und holte sich damit den 3. Platz.

Schiedsrichter: G. Gebei – C. Peter, G. Balog
Zuschauer: 54
Strafen: FIN 4 (0/2/2), SUI 2 (2/0/0)
Tore:
1:0 (20:55) A. Palosaari (E. Siekkinen); 2:0 (37:08) J. Ojala (R- Vuosalmi, E. Kankkunen);
3:0 (45:30) J. Ojala; 3:1 (50:21) E. Dalessi (N. Herzig);
Beste Spielerinnen: Kerttu Kuja-Halkola (FIN), Alena Rossel (SUI)

Finale: Ungarn – Tschechien 0:4 (0:2/0:2/0:0)

Beide Teams haben bisher ein gutes Turnier gespielt und stehen verdient im Finale. Einen klaren Favoriten gab es nach den bisherigen Eindrücken nicht.

Das erste Ausrufezeichen konnte Tschechiens U16 setzen. Ein Puckgewinn im Drittel von Ungarn brachte Jule Jebouskova an den Puck und sie schoss den Puck nach vier Minuten ins ungarische Tor. Tschechien hatte auch im Anschluss mehr vom Spiel, auch ein Powerplay brachte die Ungarinnen nicht ins Spiel. Dafür konnte Tschechien noch im 1. Drittel den 2. Treffer erzielen, Zikmunda Mazancova traf nach 16 Minuten. Tschechien konnte mit dieser schon guten Führung in die Pause gehen.

Tschechien hatte das Spiel überraschend gut im Griff und konnte in de r23. Minute mit einem Doppelschlag für eine Vorentscheidung sorgen. Linda Vocetkova und Julie Jebouskova trafen innerhalb von 25 Sekunden. Ungarn wechselte die Torhüterin, für Helga Milibak kam Noemi Takacs. Ihr gelang es immerhin ihren Kasten im 2. Drittel sauber zu halten, es ging beim Stand von 40 in die letzte Pause des Turniers.

Tschechien ließ hier nichts mehr anbrennen, sie kontrollierten das Spiel und hatten weiter die besseren Torchancen. Es blieb am Ende beim glatten 0:4 und so konnte Tschechiens Torhüterin Daniela Novakova im Finale einen Shutout feiern.

Tschechien holt sich verdient den Europa-Cup 2022, Ungarn belegt verdient den 2. Platz.

Schiedsrichter: K. Dosa – D. Bereczki, B. Laar
Zuschauer: 184
Strafen: HUN 8 (4/2/2), CZE 10 (2/6/2)
Tore:
0:1 (03:30) J. Jebouskova (K. Pietraszova); 0:2 (15:23) Z. Mazancova (B. Proskova);
0:3 (22:18) L. Vocetkova (K. Pietraszova, J. Tischler); 0:4 (22:43) J. Jebouskova (K. Pietraszova);
Beste Spielerinnen: Julia Jebouskova (CZE), Naemi Takacs (HUN)

erschienen bei Icehockeypage