u20 wmDie U20-WM der Männer abzusagen, wurde vermutlich von der IIHF vergessen. Und so startete diese heute mit einer Niederlage von Deutschland gegen Finnland. Kanada, die USA und Schweden gewannen ihre Auftaktspiele. Coronafall beim Team Österreich! Änderung im Modus.

GRUPPE A:

Finnland – Deutschland 3:1 (1:0/1:1/1:0)

Deutschlands U20 begann gut und sie hatten in den ersten Minuten die besseren Szenen. Die erste Strafe gegen Deutschland überstand das Team unbeschadet. Nach 13 Minute konnte der Favorit doch in Führung gehen, ein verdeckter Schuss von Brad Lambert landete unhaltbar im Tor von Nikita Quapp. Zwei Strafzeiten gegen Finnland konnte das DEB-Team nicht zum Ausgleich nutzen, es blieb bei einem Treffer nach 20 Minuten.

Deutschland kämpfte weiter und das Team belohnte sich nach 24 Minuten mit dem Ausgleich. Luca Münzenberger zog bei Überzahl Deutschland ab und Finnlands Torhüter Leevi Merilainen war geschlagen. Doch drei Minuten später konnte Finnland erneut in Führung gehen, Joel Maatta konnte nach einem zuvor geblockten Schuss den Abpraller einnetzen. Nun hatte der Favorit Vorteile, aber Deutschland kämpfte und hielt diesen knappen Rückstand bis zur zweiten Pause.

Auch im letzten Drittel hielt die DEB-Auswahl gut mit und forderte den Finnen alles ab. Es gab auch Chancen, die aber nicht genutzt werden konnten. Finnland machte das besser, ein Konter wurde durch Samuel Helenius erfolgreich abgeschlossen und Finnland führte nach 49 Minuten 3:1. Deutschland versuchte weiter alles und 133 Sekunden vor dem Ende wurde auch alles auf eine Karte gesetzt. Ohne Torhüter gelang es aber auch nicht mehr etwas am Ergebnis zu ändern. Finnland gewann am Ende 3:1, Deutschland hat sich aber zum Auftakt der WM gut verkauft.

Schiedsrichter: A. Bloski (CAN), A Harnebring (SWE) – B. MacKey (CAN), J. Spur (CZE)
Strafen: FIN 8 (4/2/2), GER 8 (2/4/2)
Tore:
1:0 (12:52) B. Lambert;
1:1 )23:27) L. Münzenberger PP1; 2:1 (27:38) J. Maatta (A. Heimosalmi, K. Puutio);
3:1 (47:53) S. Helenius (B. Lambert, V. Koivunen);

Tschechien – Kanada 3:6 (3:3/0:2/0:1)

Ein torreiches erstes Drittel sahen die Zuschauer in diesem Match. Mason McTavish brachte Kanada nach vier Minuten in Führung, dann kamen die Tschechen. Der Ausgleich von Michal Gut nach acht Minuten wurde nach einem Videobeweis gegeben, der Torschütze traf die Torkamera und von dort flog der Puck wieder ins Feld zurück. Pavel Novak brachte Tschechien nach 12 Minuten in Überzahl in Führung und Stanislav Svozil setzte mit einem Alleingang 51 Sekunden später noch einen drauf. Doch Kanada kam zurück, Owen Power verkürzte 23 Sekunden nach dem 3:1 auf 3:2 und 29 Sekunden vor der Pausensirene erzielte Donovan Sebrango den Ausgleich. Im 2. Drittel folgte die Owen Power-Show. Gleich zwei Treffer erzielte der Kanadier und beide bei doppelter Überzahl. Strafen gegen Tschechien wurden also gnadenlos bestraft. Ein Hammer und ein Abstauber sorgten für das 3:4 (29.) und 3:5 (31.). Im letzten Drittel folgte ein weiterer Powerplaytreffer, Olen Zellweger traf nach 54 Minuten zum 3:6-Endstand.

Schiedsrichter: R. Brandner (FIN), M. Iwert (GER) – N. Briganti (USA), R. Slavikovskii (RUS)
Zuschauer: 4526
Strafen: CZE 8 (0/6/2), CAN 4 (2/0/2)
Tore:
0:1 (04:00) M. McTavish; 1:1 (07:42) M. Gut (J. Brabenec, J. Kulich); 2:1 (11:32) P. Novak (D. Jiricek, I. Ivan) PP1; 3:1 (12:23) S. Svozil (M. Gut); 3:2 (12:46) O. Power; 3:3 (19:31) D. Sebrango (C. Perfetti, C. Bedard);
3:4 (28:50) O. Power (C. Perfetti, M. Bourque) PP2; 3:5 (30:15) M. Power (M. McTavish, C. Perfetti) PP2;
3:6 (53:22) O. Zellweger (L. Cormier, J. Neighbours);

GRUPPE B:

Russland – Schweden 3:6 (0:1/1:2/2:3)

Überraschend viele Tore gab es in diesem Duell und mitentscheidend für den Sieg von Schweden war ein gutes Powerplay. Oskar Olausson nutzte die erste Strafe gegen Russland nach bereits zehn Sekunden und so ging Schweden nach sechs Minuten in Führung. Beim 0:2 war Schweden in Unterzahl und hier konnte Simon Edvinsson nach einem Puckgewinn durchgehen und nach 28 Minuten auf 0:2 erhöhen. Sogar bei doppelter Überzahl traf Emil Andrae zum 0:3 (35.). Fyodor Svechkov konnte für Russland drei Minuten vor der 2. Pause auf 1:3 verkürzen. Ein Torhüterwechsel half Russland im letzten Drittel auch nicht, denn wieder bei doppelter Überzahl erzielte Alexander Holtz das 1:4. Matvei Michkov weckte mit einem Doppelschlag innerhalb von 41 Sekunden neue Hoffnungen (45., 46.), doch Theodor Niederbach sorgte mit dem 3:5 acht Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung. Mit einem Empty Net Goal 50 Sekunden vor der Schlusssirene sorgte Daniel Ljungman für den 3:6-Endstand.

Schiedsrichter: R. Hennessy (USA), K. Kowalski (CAN) – C. Huseby (CAN), J. Rey (USA)
Zuschauer: 2337
Strafen: RUS 12 (2/4/6), SWE 4 (0/2/2)
Tore:
0:1 (05:24) O. Olausson (A. Holtz, H. Grans) PP1;
0:2 (27:39) S. Edvinsson SH1; 0:3 (34:16) E. Andrae (H. Grans, W. Eklund) PP2; 1:3 (36:28) F. Svechkov (N. Chibrikov, K. Tankov);
1:4 (43:26) A. Holtz (W. Eklund, E. Andrae) PP2; 2:4 (44:45) M. Michkov (S. Demidov); 3:4 (45:26) M. Michkov (N. Smirnov, M. Khusnutdinov); 3:5 (51:37) T. Niederbach (O. Olausson, S. Edvinsson); 3:6 (59:10) D. Ljungman (S. Edvisson) ENG;

USA – Slowakei 3:2 (2:0/1:0/0:2)

Die USA sah nach 33 Minuten schon wie der sichere Sieger aus. Matthew Knies in doppelter Überzahl (14.) und in Überzahl Mackie Samoskevich (16.) trafen im 1. Drittel und Landon Slaggert erhöhte nach 33 Minuten auf 3:0. Doch die Slowaken kamen im letzten Drittel heran. Martin Chromiak konnte nach 42 Minuten auf 1:3 verkürzen. Acht Minuten vor dem Ende jubelten die US-Boys, doch ein hoher Stock verhinderte das 4:1. Dafür machte es Martin Chromiak zwei Minuten vor dem Ende wieder spannend, er verkürzte auf 3:2. Dieses Ergebnis retteten die US-Boys über die Zeit und gewannen am Ende knapp mit 3:2.

Schiedsrichter: A. Kika (CZE), J. Kova (FIN) – R. Jackson (CAN), D. Persson (SWE)
Zuschauer: 1613
Strafen: USA 12 (6/4/2), SVK 10 (4/4/2)
Tore:
1:0 (13:35) M. Knies (J. Cooley, J. Perat) PP2; 2:0 (15:18) M. Samoskevich (M. Coronato, M. Beniers) PP1;
3:0 (32:42) L. Slaggert (W: Kaiser, T. Dickinson);
3:1 (41:03) M. Chromiak (M. Kaslik, S. Knazko) PP1; 3:2 (57:27) M. Chromiak (S. Nemec, O. Myklukha);

TABELLEN:

Gruppe A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Finnland

1

3:1

2

3

2

Kanada

1

6:3

3

3

3

Österreich

0

0:0

0

0

4

Deutschland

1

1:3

-2

0

5

Tschechien

1

3:6

-3

0

Gruppe B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweden

1

6:3

3

3

2

USA

1

3:2

1

3

3

Schweiz

0

0:0

0

0

4

Slowakei

1

2:3

-1

0

5

Russland

1

3:6

-3

0

Das Team von Österreich befindet sich im Moment in Quarantäne, ein Spieler wurde positiv auf Corona getestet. Das erste WM-Spiel gegen Finnland soll aber wie geplant stattfinden. Kurzfristig wurde festgelegt das es keinen Absteiger geben wird, die Relegationsspiele entfallen also. Im kommenden Jahr wird mit elf Teams gespielt, Belarus ist als Aufsteiger mit dabei. Nach welchem Modus dann in den einzelnen Divisionen gespielt wird, muss noch von einem IIHF-Expertengrenium ausgearbeitet werden.

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2022/wm20/schedule

erschienen bei Icehockeypage