wm 2021

Viel zu bieten hatte das erste Halbfinalspiel der WM in Riga. Kanada gewann knapp gegen die USA. Wieder eine starke Leistung zeigte das DEB-Team, Finnland gewann am Ende aber ebenfalls knapp.

USA – Kanada 2:4 (1:1/0:1/1:2)

Das Gruppenspiel ging glatt mit 5:1 an die USA. Die Kanadier haben sich im Laufe des Turniers gesteigert und sie zeigten im Viertelfinale gegen Russland eine starke Leistung. Die USA hatten im Viertelfinale gegen die Slowaken keine Probleme.

Kanada erwischte den besseren Start und nach 132 Sekunden konnte Brandon Pirri US-Keeper Cal Petersen mit einem Nachschuss zum 0:1 überwinden. Bis zur 10. Minute hatten die Kanadier mehr Spielanteile, erst dann kamen die USA. Ein Pfostenschuss nach elf Minuten läutete eine stärkere Phase der USA ein. Und diese führte nach 18 Minuten zum Ausgleich, Colin Blackwell fälschte einen Schuss unhaltbar für Kanadas Torhüter Darcy Kuemper ab. Bis zur Pause hatten die USA noch weitere gute Torchancen, es blieb aber beim 1:1.

Eine Großchance der USA nach 30 Sekunden eröffnete das 2. Drittel. Nun kamen beide Teams immer wieder gefährlich vor das Tor des Gegners und beide Torhüter bekamen zu tun. Es war Kanada, dass eine Chance nutzen konnte und wieder als erstes Team treffen konnte. Andrew Mangiapane schaltete vor dem Tor am schnellsten und schob den Puck nach 24 Minuten zum 1:2 ins Tor. Nach einer Chance der USA im Gegenzug übernahmen wieder die Kanadier das Kommando. Wieder dauerte es einige Zeit, bis auch die USA zu guten Angriffen kam. Die 31. Minute brachte das erste Powerplay des Spiels und das wurde genutzt. Maxime Comtois zog von der blauen Linie ab und von Adam Henrique prallte der Puck ins Tor ab. Der Jubel hielt aber nur kurz an, denn nach einer Coach`s Challange konnte der Treffer wegen einer Abseitsstellung zuvor nicht gegeben werden konnte. Die USA überstanden die Strafe unbeschadet. Zum Ende des Drittels kamen die USA noch zu einigen guten Chancen, es blieb aber beim verdienten 1:2 nach 40 Minuten.

Mit einer guten Chance der USA begann das Drittel, nach 46 Sekunden viel der erste Treffer. Einen Konter nutzte Andrew Mangiapane, um auf 1:3 zu erhöhen. Torhüter Darcy Kuemper und Connor Brown schickten ihn auf die Reise und er ließ dem US-Torhüter keine Chance. Doch drei Minuten später waren die USA wieder dran, Sasha Chmelevski traf per Nachschuss zum 2:3. Da Kanada sich nicht hinten reinstellte, sondern weiter mitspielte, ging es vor beiden Toren hoch her. 84 Sekunden vor dem Ende zog die USA den Torhüter, aber die Kanadier kämpften und sie konnten 24 Sekunden vor dem Ende noch einen Treffer erzielen. Ein Puckgewinn im Drittel der USA brachte den Puck zu Justin Danforth, der zum 2:4-Endstand traf.

Nach einem Fehlstart in diese WM steht Kanada verdient im Finale, sie waren in diesem Spiel insgesamt das bessere Team. Die USA spielt Sonntag um den 3. Platz.

Schiedsrichter: A. Bruggeman (USA), O. Gouin (CAN) – D. McCrank (CAN), B. Oliver (USA)
Strafen: USA 2 (0/2/0), CAN 0 (0/0/0)
Tore:
0:1 (02:02) B. Pirri (S. Walker, N. Paul); 1:1 (17:17) C. Blackwell (Ch. Wolanin, K. Labanc);
1:2 (24:15) A. Mangiapane (C. Brown);
1:3 (40:46) A. Mangiapane (C. Brown, D. Kuemper); 2:3 (43:36) S. Chmelevski (K. Rooney, C. MacKey); 2:4 (59:36) J. Danforth (N. Paul) ENG;

Finnland – Deutschland 2:1 (2:0/0:1/0:0)

Schon im Gruppenspiel konnte Deutschland gegen Finnland mit einer starken Leistung aufwarten und eine solche Leistung war auch in diesem Spiel zu erwarten. Der Titelverteidiger gewann zwar das Gruppenspiel mit 2:1, ein klarer Favorit waren sie hier aber nicht. Es gab beim DEB-Team eine Änderung im Vergleich zum Viertelfinalspiel gegen die Schweiz, für Lean Bergmann spielte Frederik Tiffels. Im Tor begann wieder die Krake von Riga Mathias Niederberger.  Finnland startete als Favorit in dieses Spiel, im Tor startete Jussi Olkinuora.

Die erste gute Torchance des Spiels hatte Deutschland nach vier Minuten. Es folgte gleich eine weitere, aber Finnlands Torhüter konnte halten. Zuvor neutralisierten sich beide Teams. Finnlands erste Chance gab es nach sieben Minuten. Geduld war also wichtig, aber das war auch schon vor dem Spiel so zu erwarten. Viele Strafen wurden seit dem Viertelfinale nicht verteilt und so waren Powerplays noch wichtiger. Deutschland kam nach 12 Minuten zum ersten Powerplay des Spiels, ein Treffer gelang jedoch nicht. Sechs Minuten vor der Pausensirene kam Finnland zur Führung. Ein schnell vorgetragener Angriff wurde von Iiro Pakarinen abgeschlossen. Die zweite gute Torchance der Finnen führte zum 2:0. Nach einer Großchance von Deutschland kam Finnland im Drittel der deutschen an den Puck und Hannes Björninen versenkte 65 Sekunden vor der Pause zum 2:0. So hatte Deutschland im 1. Drittel die besseren Chancen, Finnland führte aber nach dem 1. Drittel mit 2:0.

Die Aufgabe wurde also noch schwieriger, denn Finnlands Abwehr zu knacken ist bekanntlich schwer. Deutschland versuchte sich durchzusetzen, aber die Finnen standen gut und sie hatten auch selbst gute Angriffe. Finnland kam zu einer längeren Druckphase und die führte nach 28 Minuten zum ersten Powerplay. Deutschland blockte wieder einige Schüsse und überstand die Strafe unbeschadet. Wenig später folgte das zweite Powerplay des DEB-Teams und das konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Matthias Plachta zog ab und nach 32 Minuten schlug es im Tor der Finnen ein. Fast im Gegenzug war Mathias Niederberger gefordert und er konnte retten. Sechs Minuten vor der Pause kassierte Finnland wider eine Strafzeit und Deutschland konnte wieder ein starkes Powerplay spielen. Diesmal konnte Finnland aber einen Gegentreffer verhindern. Deutschland blieb aber dran, der Einsatz stimmte auch in diesem Spiel. Mit Chancen auf beiden Seiten endete das Drittel. Deutschland hatte weiter mehr Torchancen und war wieder dran.

Das DEB-Team kam auch im letzten Drittel gleich zu guten Angriffen und einigen Torchancen, aber der Treffer wollte nicht fallen. Während Deutschland sich viel im Drittel der Finnen aufhielt, kamen die Finnen erst nach 48 Minuten zum ersten Schuss des Drittels. Direkt im Anschluss kassierte Deutschland etwas unglücklich die zweite Strafe in diesem Spiel und wieder wurde alles was in Richtung Tor kam geblockt oder gehalten. Deutschland kämpfte weiter und es gab auch einige gute Torchancen. Aber Finnlands Torhüter zeigte eine starke Leistung. Nach vorne passierte beim Titelverteidiger nicht mehr viel, man beschränkte sich auf das Verteidigen des knappen Vorsprungs. 108 Sekunden vor dem Ende ging Mathias Niederberger nach einer Auszeit vom Eis und so versuchte es Deutschland wieder mit einem Feldspieler mehr. Finnland verteidigte das Ergebnis, wie schon im Gruppenspiel gewann Finnland 2:1.

Deutschland hat sich wieder sehr gut verkauft, aber die Chancen konnten nicht ausreichend genutzt werden. Somit bleibt das kleine Finale gegen die USA, Finnland trifft in der Neuauflage des Finals von 2019 auf Kanada.

Schiedsrichter: T. Bjork (SWE), M. Nord (SWE) – D. Hynek (CEZ), J. Ondracek (CZE)
Strafen: FIN 8 (2/4/2), GER 6 (0/2/4)
Tore:
1:0 (13:50) I. Pakarinen (A. Lundell, O. Kaski); 2:0 (18:55) H. Björninen (M. Anttila);
2:1 (31:03) M. Plachta (M. Seider) PP1;

Im Anschluss an dieses Spiel wurde die drei besten WM-Spieler des DEB-Teams geehrt. Geehrt wurden Korbinian Holzer, Mathias Niederberger und Marcel Noebels.

Ausführliche Statistiken zur WM gibt es HIER

Die Finalspiele:

Spiel um den 3. Platz: USA – Deutschland
Finale: Finnland - Kanada

erschienen bei Icehockeypage