Logo noppeDie Eisbären Berlin standen nach einer nicht ganz so erfolgreichen Vorsaison unter Druck. Doch diesmal gelang es einen kleinen Umbruch vorzunehmen, der erfolgreich war. Und dann war da ja noch Olympia…

Acht Abgänge gab es im letzten Sommer, sieben neue Spieler wurden geholt. Ein achter folgte im Anschluss an Olympia. Laurin Braun, Bruno Gervais, Spencer Machacek, Darin Olver, Charles Linglet, Alex Roach, Julian Talbot, Barry Tallackson und Kyle Wilson verließen den Verein und wurden durch Sean Backman, Martin Buchwieser, Mark Olver, Thomas Oppenheimer, Blake Parlett, Danny Richmond James Sheppard ersetzt. Nach Olympia kam noch Rihards Bukarts dazu. Die Neuzugänge fügten sich nahtlos ins Team ein, was es natürlich erleichterte, eine erfolgreiche Saison zu spielen. Auch im Trainerstab gab es Änderungen, Coach Uwe Krupp bekam mit Steffen Ziesche von den Juniors noch den Kanadier Clément Jodoin an die Seite gestellt. Und diese drei machten einen guten Job, denn die Eisbären spielten in der Vorrunde meistens weiter oben mit und waren teilweise sogar ganz oben mit dabei. Relativ schnell wurde der 3. Platz gesichert, weiter nach oben ging allerdings nichts. Nach 52 Vorrundenspielen belegten die Eisbären mit 101 Punkten dann doch den 2. Platz und qualifizierten sich damit automatisch für die Champions Hockey League. Die olympischen Spiele hatten einen neuen Schwung in die Liga gebracht und natürlich wurde über den Einsatz von mehr Nachwuchsspielern in der Liga geredet. Eigentlich ein Thema für die Eisbären und sie verpflichteten auch einen neuen Spieler. Dieser sollte dem Kader mehr Tiefe geben und stammte aus - Lettland! Rihards Bukarts heißt der junge Mann, der vom Alter her sogar in das Eisbärenkonzept passte. Ein Deutscher Nachwuchsspieler ist natürlich nicht in der Lage dem Kader mehr Tiefe zu geben, dafür sind sie zu gut. Pausieren durfte dafür natürlich auch zunächst wieder ein deutscher Spieler. Nachwuchsarbeit live im deutschen Eishockey. Immerhin fiel er durchaus positiv auf, so etwas gelingt Spätneuzugängen auch nicht immer.

Die Play Offs liefen sehr gut Im Viertelfinale ging es gegen die Grizzlys Wolfsburg, die Serie ging mit 4:1 an die Eisbären. Im Halbfinale ging es gegen die Thomas Sabo Ice Tigers, diese Serie wurde mit 4:2 gewonnen. Im Finale ging es gegen den EHC Red Bull München. Nach einem 1:3 in der Serie kamen die Eisbären noch einmal zurück und erzwangen ein 7. Spiel. Das ging dann aber doch an den Titelverteidiger. Aber dieser 2. Platz kann sich durchaus sehen lassen, das hatten auch nicht viele erwartet …

Und dann war da ja noch die Sensation von Pyeongchang. Frank Hördler, Jonas Müller, Marcel Noebels und Physio Andre Kreidler waren am Gewinn der Silbermedaille beteiligt und konnten auch einiges dazu beitragen. Andre Kreidler natürlich neben dem Eis, die anderen drei auf dem glatten Untergrund. Frank Hördler kam in sieben Spielen auf ein Tor und zwei Vorlagen, Marcel Noebels mit einem Tor in sieben Spielen und dann war da noch das Finale. 196 Sekunden vor dem Ende lief Jonas Müller mit seinem Treffer ganz Deutschland noch intensiver von Gold träumen, es reichte am Ende leider nicht. Dennoch ist Silber ein Riesenerfolg, damit hatte im Vorfeld kaum jemand gerechnet. Und auch das Fehlen der NHL-Spieler gilt nur sehr bedingt, fehlten diese doch in Deutschlands Team auch.

Natürlich erhöhte das ein wenig den Druck zur WM in Dänemark, viele erwarteten ähnliche Ergebnisse wie bei Olympia. Jonas Müller, Marcel Noebels und Physio Andre Kreidler vertraten die Eisbären, Rihards Bukarts wurde vom lettischen Nationaltrainer berufen. Deutschland belegte bekanntlich den 6. Platz in der Gruppe und den 11. Platz bei dieser WM. Jonas Müller und Marcel Noebels konnten jeweils eine Vorlage beitragen. Etwas besser lief es für Rihards Bukarts, der zu Lettlands 7. Platz ein Tor und 2 Vorlagen beisteuerte.

HINWEIS: Für alle Folgen dieser kleinen Serie gilt: Alle vorliegenden Informationen zur neuen Saison gibt es als Zusammenfassung in der ersten Ausgabe des Sommerlochgeflüsters.

In der nächsten Folge: Alles wie gehabt