logo eisbaerenEs war die insgesamt 100. Deutsche Meisterschaft, die in diesem Jahr ausgespielt wurde. In einer Vita macht sich das sicherlich gut und so gibt es bei den Eisbären Berlin noch mehr Grund zur Freude. Denn durch einen 2:1-Erfolg (1:1/1:0/0:0) sicherte sich die Berliner den Titel der Saison 2020/21.

In diesem Alles oder Nichts-Spiel gab es keinen Favoriten. Beide Teams hatten im Vorfeld bewiesen, wozu sie im Stande sind. Und beide legten gleich los. Nach 109 Sekunden konnte Mark Olver eine schöne Kombination zum 1:0 abschließen, 25 Sekunden später gelang Mathias Olimb der Ausgleich. Beide gingen weiter voll zur Sache und so gab es Chancen auf beiden Seiten. Immer wieder mussten Mathias Niederberger (EBB) und Dustin Strahlmeier (WOB) eingreifen, um Gegentore zu verhindern. Bis zur ersten Pause konnte kein Team einen weiteren Treffer erzielen und so ging es mit einem 1:1 in die Kabine.

Die Eisbären versuchten im 2. Drittel mehr Druck aufzubauen und sie erspielten sich auch Vorteile. Nach 24 Minuten gelang ihnen das 2:1. Frühes stören im Drittel der Wolfsburger brachte Kai und er spielte diesen mit viel Übersicht zu Leonhard Pföderl, der Wolfsburgs Torhüter keine Chance ließ. Wolfsburg hatte auch danach Schwierigkeiten sich zu befreien, viele gefährliche Angriffe gab es nicht. Eine Strafzeit gegen die Eisbären brachte ein wenig Entlastung, ein Treffer gelang jedoch nicht. Nach 31 Minuten hatte Wolfsburg Glück, Matthew White traf nur die Latte des Wolfsburger Tores. Es gelang ihnen bis zur zweiten Pause weitere Gegentore zu verhindern, mehr war für die Grizzlys in diesem Drittel nicht möglich.

Mit der Schlusssirene kassierten die Grizzlys noch eine Strafe und somit begann das letzte Drittel mit einem Powerplay der Gastgeber. Doch auch in diesem Spiel war Powerplay nicht die Sache der Eisbären und es blieb beim 2:1. Wolfsburg musste kommen und so ging es nun hin und her. Auch die Grizzlys kamen im letzten Drittel zu einem Powerplay und da gab es einige gute Torchancen. So blieb es unglaublich spannend, beide Teams zeigten viel Einsatz und beide hatten weitere gute Torchancen. So musste Wolfsburg es am Ende ohne Torhüter versuchen, 85 Sekunden vor der Schlusssirene ging Dustin Strahlmeier vom Eis. Es half nichts, die Eisbären verteidigten den Vorsprung und sie holen sich damit die 8. DEL-Meisterschaft.

Zum MVP der Playoffs wurde Ryan McKiernan gewählt. Verteidiger Frank Hördler hat mit dieser Meisterschaft ebenfalls historisches geschafft, er war bei allen Titelgewinnen der Eisbären dabei.

Beide Teams haben überragende Playoffs gespielt und sich die Finalteilnahme verdient. Am Ende waren es die berühmten Kleinigkeiten, die über den Titel entscheiden. Und so muss beiden Teams zum erreichten gratuliert werden.

Am Sonntag veranstalten die Eisbären eine virtuelle Saisonabschlussfeier, Informationen gibt es unter https://www.eisbaeren.de/

Strafen: EBB 4 (0/2/2), WOB 4 (2/2/0)
Tore:
1:0 (01:49) M. Olver (K. Foucault, G. Fiore); 1:1 (02:14) M. Olimb (v. Busch, J. Melchiori);
2:1 (23:19) L. Pföderl (K. Wissmann);