logo eisbaerenSo geht Playoff. Einen wahren Eishockeykrimi lieferten sich die Eisbären Berlin und die Grizzlys Wolfsburg im ersten Finalspiel der PENNY DEL. Nach einem Ausgleich der Eisbären in letzter Minute gewann Wolfsburg das Spiel nach Verlängerung mit 2:3 (0:0/0:1/2:1).

Die Gruppenspiele zwischen beiden Teams konnte Wolfsburg für sich entscheiden. In Berlin gewannen sie beide Spiele 3:2 wobei das erste nach Verlängerung und das zweite nach Penaltyschießen entschieden wurden. Die Grizzlys sind also ein wenig Angstgegner der Eisbären. Aber Playoffs sind so eine Sache, hier entscheiden oft Kleinigkeiten.

Beide Teams begannen das Spiel mit einer Torchance und auch im Anschluss versteckte sich keine Mannschaft. Die Eisbären hatten im 1. Drittel zwar leichte Vorteile, spätestens bei Wolfsburgs Torhüter Dustin Strahlmeier war jedoch Feierabend. Auch Eisbärentorhüter Mathias Miederbergermusste einige Male eingreifen und so blieb das 1. Drittel torlos.

Mit einigen guten Chancen und einem Pfostenschuss nach zwei Minuten gingen die Eisbären in den Mittelabschnitt. Doch auch Wolfsburg griff immer wieder mit an und forderte die Abwehr der Berliner immer wieder zum Eingreifen. Zwei Strafzeiten brachten den Gästen gute Einschussmöglichkeiten und die Führung in diesem Spiel. Gerrit Fauser traf nach 34 Minuten per Nachschuss. Zuvor hatte Mathias Niederberger mit einigen guten Paraden einen Rückstand verhindert. Nun wankten die Eisbären ein wenig, Wolfsburg konnte das aber nicht ausnutzen. So blieb ein weiteres Powerplay ungenutzt und es blieb beim 0:1 nach 40 Minuten.

del 01Die Eisbären waren also gefordert und sie kamen mit viel Schwung aus der Kabine. Es gab auch gleich mehrere Chancen und ein Powerplay mit weiteren Möglichkeiten. Allerdings hatte die Berliner auch etwas Glück, denn ein Konter hätte nach 45 Minuten fast zum 0:2 geführt. Die Eisbären drückten weiter, aber das Tor der Gäste war wie vernagelt. Sechs Minuten vor dem Ende gelang den Berliner der verdiente Ausgleich. In Überzahl lenkt ein Wolfsburger einen Pass von Marcel Noebels ins Tor ab. Doch Wolfsburg schlug zurück. Einem Puckgewinn hinter dem Tor der Eisbären folgte eine Vorlage auf Gerrit Festerling und dieser verwandelte sicher zum 1:2. Nun blieben den Eisbären noch 138 Sekunden, um den Ausgleich zu erzielen. Es folgte eine Auszeit der Eisbären und Mathias Niederberger ging vom Eis. Doch die Grizzlys kämpften und konnten sich immer wieder in Form von Icings befreien. 38 Sekunden vor dem Ende war der Puck im Tor, doch die Schiedsrichter schauten sich die Szene im Videobeweis an. Nach einigen Zittern wurde der Treffer anerkannt, Torschütze war Zachary Boychuk. Fast hätten auch die Grizzlys noch einmal jubeln können, einige Sekunden vor dem Ende hatten sie eine weitere Großchance.

So gab es, wie schon in den Gruppenspielen, auch in diesem Spiel eine Verlängerung. Gespielt wird diese bis zum entscheidenden Tor, ein Penaltyschießen gibt es nicht. Und beide Teams schenkten sich weiter nichts, es gab Chancen auf beiden Seiten. 121 Sekunden vor Ende der ersten Verlängerung schlugen die Grizzlys zu. Julian Melchiori traf zum 2:3 und so holte sich Wolfsburg auch das 5. Saisonspiel zwischen beiden Teams.

Am Mittwoch beginnt um 19:30 Uhr das zweite Finalspiel und da könnte Wolfsburg sich schon den Meistertitel sichern.

Strafen: EBB 6 (0/6/0/0), WOB 6 (0/0/6/0)
Tore:
0:1 (33:05) G. Fauser (A. Rech, M. Olimb) PP1;
1:1 (53:25) M. Noebels PP1; 1:2 (57:42) G. Festerling (J. Pekka); 2:2 (59:28) Z. Boychuk (M. White, L. Pföderl) EA;
2:3 (77:59) J. Melchiori;

erschienen bei Icehockeypage