logo ewhlNachfolgend die Wochenendberichte des EHV Sabres Wien und des KSV Neuberg Highlanders.

Niederlage in Salzburg

Einige Kuriositäten begleiteten das österreichische Spitzenspiel im Rahmen der EWHL. Das erste Kuriose passierte bereits vor dem Spiel. Als die Sabres bereits zum Off-Ice-Aufwärmen umgezogen waren mussten sie die Kabine in der Halle räumen und in eine Kabine am Freigelände wechseln.

Über das erste Drittel braucht man aus Sicht der Sabres kaum berichten, es war katastrophal. Salzburg führte 2:0, Nicole Arnberger ersetzte nach 16 Minuten die glücklose Jessica Ekrt im Tor. Am Ende des Drittels eine mehrminütige 5 gegen 3 Überzahl, die nicht genutzt werden konnte.

Ab dem 2. Abschnitt lief es bedeutend besser. Das Spiel war dann bis zum Ende ausgeglichen und ein offener Schlagabtausch. Ein schnelles Tor nach 15 Sekunden durch Julia McKinnon im Powerplay bedeutete den Anschlusstreffer. Die weiteren Angriffsbemühungen der Wienerinnen wurden in Min. 34:53 mit dem Ausgleich (Torschützin neuerlich Julia McKinnon) belohnt. Doch 19 Sekunden vor Drittelende erzielten die Eagles ein Shorthanded-Goal zur 3:2 Führung. Kurios in diesem Drittel: 3x gab es eine 2 Min.Strafe gegen die Sabres wegen zu vielen Spielerinnen am Eis (auch den Salzburgerinnen passierte das 2x in diesem Spiel).

Auch im Schlussdrittel gelang den Sabres ein schneller Treffer, nach 57 Sekunden war Charlotte Wittich zur Stelle, damit stand es 3:3. Einige Chancen auf beiden Seiten wurden vergeben. Nach 49 Minuten wieder Powerplay für die Sabres, doch nachdem eine Spielerin an der blauen Linie wegrutschte fuhren 2 Eagles alleine aufs Tor zu - Hillary Crowe erzielte shorthanded die neuerliche Führung für die Heimischen. Eine Minute vor Schluss riskierten die Sabres im Powerplay alles, Torfrau Nicole Arnberger ging vom Eis. Doch es folgte das nächste Shorthanded-Goal der Salzburgerinnen - Empty Net. 3 Gegentreffer in Überzahl in einem Spiel zu kassieren kann man auch unter den Kuriositäten in diesem Spiel einordnen. So gewannen die Eagles erstmals nach langer Zeit (Jahr 2010) ein Heimspiel gegen die Sabres.

Bereits morgen geht es mit einem Heimspiel gegen SKP Bratislava (17.25 Uhr, ASH, Halle 3) weiter.
Salzburg Eagles - EHV Sabres 5:3 (2:0, 1:2, 2:1)
Tore Sabres; McKinnon 2, Wittich

SKP Bratislava gewinnt in Wien

Die Slowakinnen waren von Anfang an die gefährlichere Mannschaft. Aufgrund ihrer 4 Linien auch sehr kompakt aufgestellt. Bereits nach genau 4 Minuten fiel 0:1. Nicole Arnberger im Sabres Tor tat ihr bestes und konnte vorerst weitere Treffer verhindern. Bei SKP war Romana Kiapesova bei den Angriffen der Sabres immer souverän. In Min. 15:59 erhöhte Bratislava auf 0:2. Kurz darauf (16:47) aber der Anschlusstreffer, erzielt von Monika Vlcek.

Im 2. Drittel stellte SKP schnell den 2-Tore Vorsprung wieder her (21:12). Wieder kurz darauf (Min. 22:35) der neuerliche Anschlusstreffer durch Charlotte Wittich. Trotz einiger Chancen auf beiden Seiten blieb es beim Stand von 2:3 nach 40 Minuten.

Knapp nach Beginn des Schlussabschnitts hatten die Sabres im Powerplay mit einem Stangenschuss Pech. Das nächste Tor erzielten wieder die Gäste (45:07), damit war der Zwei-Tore-Vorsprung neuerlich gegeben. In Min. 48:08 nach einem Alleingang bereits der nächste Treffer von Bratislava. In Min. 53:11 erzielte Julia Mazurek noch das 3:5. Das war es aber dann, SKP ging als Siegerinnen vom Eis.
EHV Sabres - SKP Bratislava 3:5 (1:2, 1:1, 1:2)
Tore Sabres: Vlcek, Wittich, Mazurek

3. Niederlage in Serie

Wie schon am Vortag erzielte SKP ein schnelles Tor (Min. 2:39). Die Sabres konnten das Spiel aber diesmal offen halten und hatten auch einige Chancen zu verzeichnen. Beide Torfrauen (bei den Sabres Nicole Arnberger) ließen in diesem Drittel aber keine weiteren Treffer mehr zu.

Im 2. Drittel konnten die Sabres in Min. 29:56 durch Theresa Schafzahl ausgleichen. Doch die Slowakinnen gingen knapp danach (32.30) neuerlich in Führung. Eine Minute vor Ende des Drittels vergaben die Sabres eine Topchance (2 Spielerinnen alleine vor dem Tor), im Gegenzug erzielte Bratislava einen Treffer. Statt 2:2 stand es nun 1:3 auch Sicht der Wienerinnen.

Damit war vor dem Schlussabschnitt klar das es gegen das kompakte SKP-Team (vier Linien) sehr schwer wird. Die Sabres bemühten sich, kamen allerdings durch die gut stehenden Abwehrreihen kaum durch. Mit einem Empty-Net-Goal in der Schlussminute stellte SKP den 4:1 Endstand her.

Die 3. Niederlage in 3 Tagen war damit besiegelt, eine für die Sabres ungewohnte aber nicht unerwartete Situation.
SKP Bratislava - EHV Sabres Wien 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)
Tor Sabres: Schafzahl

EHV Sabres Wien

Zwei starke Leistungen blieben unbelohnt

Nach der bitteren 0:6 Niederlage in Bratislava konnten die Salzburg Eagles am Sonntag voll gefordert werden. Leider reichte es auch diesmal zu keinem Punktgewinn – die beiden Leistungen waren jedoch einwandfrei und hätten sich durchaus mehr verdient. Der Aufwärtstrend ist ganz klar zu erkennen.

In Bratislava war man bis zur 26min ein mehr als ebenbürtiger Gegner und scheiterte eigentlich nur an der eigenen Chancenauswertung. Defensiv ließ man nicht viel zu und so ging man mit einem 0:0 in die erste Drittelpause. Auch zu Beginn des Mitteldrittels lief alles nach Wunsch – in der 26min begann jedoch das Unheil. Bratislava nützte die Schwäche der Highlanders aus und spielte groß auf.
Bis Ende des Drittels stand es durch mehr oder weniger dumme Tore 0:5 – der Kräfteverschleiss auf Seiten der Neubergerinnen (2 Linien) war deutlich zu erkennen. Bratislava spielte mit vier starken Linien und konnte dadurch ein viel höheres Tempo gehen. Im Schlussdrittel kämpften die Highlanders unaufhörsam weiter und mussten erst in Unterzahl unmittelbar vor Spielende das 0:6 einstecken.
Trotz der Niederlage konnte man feststellen, dass die Leistung absolut stimmte und man eigentlich nur an der personellen Übermacht der Slowakinnen scheiterte.

Am Sonntag reisten die Salzburg Eagles an, die am Vortag immerhin Titelfavorit Sabres Wien mit 5:3 vom Eis schickten. Mit Jennifer Pesendorfer konnte man zumindest eine Spielerin mehr aufs Eis bringen um drei Salzburger Linien entgegenzustehen.

Das Spiel war von Anfang an sehr kampbetont und wie schon in den letzten Spielen begannen die Highlanders sehr stark. Bereits in der 5 min konnte Jenni Gallo ein Zuspiel von Delia McNally knallhart im Kreuzeck unterbringen. Salzburg sichtlich überrascht von den Highlanders kam nur sehr schwer ins Spiel und kaum zu guten Torchancen. Die Highlanders hingegen tauchten immer wieder sehr gefährlich vor dem Tor der Salzburgerinnen auf, es blieb aber bei der knappen aber sehr verdienten 1:0 Führung nach dem ersten Drittel.

Die Frage zu Beginn des zweiten Drittels war wie die Kräfte der Highlanders diesmal reichen. Salzburg mit mehr Schwung nach vorne als im ersten Abschnitt kam nun auch zu guten Torchancen. Immer wieder standen die Torfrauen im Blickpunkt. In der 24min dann eine Strafe gegen die Highlanders wegen zu vielen Spielerinnen am Eis, dabei dürftesich der Schiedsrichter wohl verzählt haben – aber Schiedsrichterentscheidungen zählen – leider. Das Powerplay Salzburgs war eigentlich extrem schlecht und ohne nennenswerte Chance – ABER – kurz bevor Neuberg wieder komplett war eine Chance die eiskalt genutzt wurde – Nina Brunner fälschte einen Distanzschuss unhaltbar ab und es stand 1:1. Wer erwartet hatte, dass Salzburg jetzt das Spiel drehen würde irrte. Es kam zu einem tollen Schlagabtausch beider Mannschaften, in dem Salzburg zwar spielerisch etwas überlegen war, die Highlanders aber fast die gefährlicheren Torchancen hatten – Drittelende 1:1! Der Fluch des zweiten Drittels seitens der Highlanders war besiegt!

Das dritte Drittel begann wie das zweite endete – ein offener Schlagabtausch! Und die Highlanders hatten den besseren Start – bereits nach 83 Sekunden konnte Evi Hochegger einen Pass von Jenni Gallo unter die Latte hämmern – 2:1. Die Highlanders gaben weiter Gas und rückten manchmal etwas weit auf – 43min – schlechtes Rausspielen der Highlanders und schon waren zwei Salzburgerinnen vor dem Tor in Überzahl – Hillary Crowe ließ sich nicht bitten und machte das 2:2. Nun stand das Spiel auf des Messers Schneide – beide Teams wollten das Tor, es ging spannend hin und her fast ohne Rücksicht auf die Defensive. In der 46 Minute setzt sich dann die Routine der Salzburgerinnen durch – eine Abwehr der Neuberger Torfrau und die Scheibe war einen Augenblick vor dem Tor frei – es war erneut Hillary Crowe, die die Situation am schnellsten erfaßte und zur 3:2 Führung für Salzburg traf. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel noch intensiver, die Highlanders wollten unbedingt punkten. Es gab auf beiden Seiten einige Strafen, wobei das Überzahlspiel der Neubergerinnen an diesem Nachmittag besser funktionierte als das des Gegners. Der Puck wollte jedoch nicht ins Tor – weder auf der Seite der drückenden Highlanders noch bei den gefährlichen Kontern der Salzburgerinnen. In den Schlussminuten ging es hoch her. Salzburg 3 Minuten in Unterzahl - das führte zu einer Belagerung der Torfrau Salzburgs – Sydney Aveson konnte mit einigen tollen Saves ihre Mannschaft jedoch über die Zeit bringen. Die letzten 90 Sekunden wurde auch die Torfrau der Neubergerinnen durch eine sechste Feldspielerin ersetzt – alles half nichts – in der Schlusssekunde konnte Tamara Grascher noch ins leere Tor schießen und fixierte den 2:4 Endstand in einem packenden Spiel.

Fazit: Die Leistung der Highlanders an diesem Wochenende war sehr gut blieb aber unbelohnt. Der Aufwärtstrend ist klar erkennbar und lässt doch noch einiges erwarten für die nächsten Spiele.

Bratislava – Highlanders 6:0 (0:0, 5:0, 1:0)
Tore: -
Strafen: 4:12
Torschüsse: 49:22

Highlanders – Salzburg 2:4 (1:0, 0:1, 1:3)
Tore: Gallo, Hochegger
Strafen: 12:14
Torschüsse: 29:26

KSV Neuberg Highlanders