logo deb pokalturnierIm ersten Halbfinale des DEB-Pokalturniers 2018 setzte sich der ECDC Memmingen gegen die Eisbären Juniors Berlin mit 6:1 (1.1/2:0/3:0) durch. Im 2. Halbfinale gewann der ERC Ingolstadt gegen den ESC Planegg-Würmtal mit 5:2 (2:1/2:0/1:1).

ECDC Memmingen – Eisbären Juniors Berlin 6:1 (1:1/2:0/3:0)

Memmingen hatte nach 23 Sekunden die erste Torchance und die brachte eine Überzahlsituation. Das ließ sich der deutsche Meister nicht entgehen und konnte nach 95 Sekunden durch Taylor Day in Führung gehen. Die Eisbären blieben von diesem frühen Treffer aber unbeeindruckt und konnten nach fünf Minuten ausgleichen. Ein Aufbaupass des ECDC wurde an der blauen Linie abgefangen und Nina Kamenik nutzte diese Chance, um auszugleichen. Memmingen hatte dann zwar mehr Spielanteile, die Eisbären kamen aber auch zu Angriffen. Beide Teams gingen im 1. Drittel ein sehr hohes Drittel und Memmingen hatte dabei mehr Spielanteile. Die Eisbären hielten aber dagegen und es blieb beim 1:1 nach 20 Minuten.

Ausgeglichener begann das 2. Drittel. Beide Teams kamen nun zu Torchancen und es ging hin und her. Als beide Teams eine Spielerin weniger auf dem Eis hatten, nutzte Memmingen den Platz und konnte das 2:1 durch Marie Delarbre erzielen (31.). Aus einem Konter für die Indians entsteht das 3:1. Der Konter bringt kein Erfolg, aber es wird nachgesetzt und dann trifft Carina Strobel zum 3:1 (35.). Memmingen nutzte also im Gegensatz zu den Eisbären seine Chancen und ging mit dieser Führung in die 2. Pause.

Was nutzt es, wenn Moral und Einsatz stimmen, aber die Chancen wieder nicht genutzt werden? Genau das passierte auch wieder in diesem Spiel und auch zu Beginn des letzten Drittels. Die Eisbären lassen eine Chance liegen und das Break nutzt Taylor Day nach 108 Sekunden zum 4:1. Damit war dieses Halbfinale entschieden. Die Eisbären kämpften zwar weiter, der nächste Treffer gelang aber wieder Memmingen. Vier Minuten vor dem Ende setzte sich Taylor Day durch und schoss den Puck in den Winkel. Und zwei Minuten später sorgte Julia Seitz per Nachschuss das 6:1.

Es hätte ein knapperes Ergebnis geben können, am verdienten Sieg für Memmingen ändert dies aber nichts.

Schiedsrichter: R. Weiß – M. Bauer, J. Männlein
Strafen: ECDC 6 (0/4/2), EJBF 14 (4/4/6)
Tore:
1:0 (01:35) T. Day (C. Strobel, M. Swikull) PP1; 1:1 (04:59) N. Kamenik (A. Bartsch);
2:1 (30:28) M. Delarbre (T. Day, C. Strobel); 3:1 (34:54) C. Strobel (T. Day, M. Delarbre);
4:1 (41:48) T. Day (S. Weidenfelder, A. Sabautzki); 5:1 (55:48) T. Day (A.-L. Niewollik, S. Weidenfelder); 6:1 (57:32) J. Seitz (D. Gleissner, N. Eisenschmid);

ESC Planegg-Würmtal – ERC Ingolstadt 2:5 (1:2/0:2/1:1)

Ingolstadt kam etwas besser in die Partie und nach dem sie eine Unterzahl überstanden hatten, gelang ihnen die Führung. Emily Nix ging durch und traf nach sieben Minuten zum 0:1. Die Führung hielt 48 Sekunden, dann zog Elizabeth Scala ab und der Puck ging zum 1:1 ins Tor. Planegg griff weiter an, Ingolstadt versuchte sich mit Konter und war damit erfolgreicher. Denn erneut Emily Nix brachte Ingolstadt 58 Sekunden vor der Pause mit 1:2 in Führung.

Und Ingolstadt blieb treffsicherer. Denn nach 23 Minuten erzielte Lucie Geelhaar im 2. Nachschuss das 1:3. Der ERCI kassierte danach einige Strafen, aber das sonst sehr gute Powerplay von Planegg klappte heute nicht so gut. Anders Ingolstadt, einen Fehler im Spielaufbau führt zum Puckgewinn und Emily Nix nutzt diesen zum 1:4 nach 35 Minuten. Ingolstadt war das bessere Team und so ging es mit diesem verdienten Spielstand in die 2. Pause.

Nach 44 Minuten hatte Planegg die große Möglichkeit, wieder den Anschluss herzustellen, doch Kerstin Spielberger scheiterte mit einem Penalty. Besser mit der Chancenverwertung machte es weiter der ERCI, Paula Nix erhöhte nämlich eine Minute später auf 1:5. Trotzdem versuchte es Planegg weiter, sie trafen aber einfach nicht. Und viele Chancen gab ihnen Ingolstadt auch nicht. Vier Minuten vor dem Ende half ein Break, Julia Zorn verkürzte auf 2:5. Planegg versuchte es dann 143 Sekunden vor dem Ende ohne Goalie, das half aber auch nichts mehr. Der ERC Ingolstadt zieht verdient ins Finale ein.

Morgen geht es damit ab 10:00 Uhr im kleinen Finale zwischen den Eisbären Juniors und dem ESC Planegg-Würmtal um den 3. Platz, ab 13:00 Uhr wird zwischen dem ECDC Memmingen und dem ERC Ingolstadt der Pokalsieger 2018 ermittelt.

Schiedsrichter: E. Posacki – D. Kiefer, L. Linnek
Strafen: ESCP 2 (0/2/0), ERCI 12 (4/6/2)
Tore:
0:1 (06:15) E. Nix (V. Kanters); 1:1 (07:33) E. Scala (C. Haider, C. Jacobson); 1:2 (19:02) E. Nix (S. Sabus, A. Lanzl);
1:3 (22:49) L. Geelhaar (K. Schmid); 1:4 (34:24) E. Nix (A. Lanzl, C. Hoffmann);
1:5 (44:38) P. Nix (V. Kanters); 2:5 (55:51) J. Zorn (C. Jacobson);