logo fassDass das Team der Verbandsliga zu Überraschungen neigt, hat es ja in dieser Spielzeit in den Vergleichen mit den anderen Mannschaften aus dem Norden schon so einige Male gezeigt. Was es aber am gestrigen Abend im Erika-Hess-Eisstadion zu sehen gab, dürfte alles bisherige noch toppen. War man im Hinspiel bei den Harsefeld Tigers noch mit 17:2 (!) sang- und klanglos untergegangen, revanchierte man sich im Rückspiel vor den eigenen Fans mit einem überzeugenden 7:1 (2:0 2:1 3:0), trotz eines Wermutstropfens im letzten Drittel.

Gut besetzt mit 15 Spielern und zwei Torhütern waren die Niedersachsen angereist, mit 13 plus 2 hielten die Hausherren dagegen. Und die Tigers zeigten von Beginn an den Willen, der „Klatsche“ vom Hinspiel noch eine weitere Niederlage der 1b hinzuzufügen. Es blieb aber bei dieser optischen Willensbekundung, die sich zwar in Scheibenbesitz und einigen Schüssen bemerkbar machte, aber ansonsten nichts Zählbares brachte. Und wirklich gefährlich wurde es für Sebastian Becker im FASS-Gehäuse in den ersten Minuten auch nicht. Und so dauerte es bis zur 14. Minute, ehe eine Fangruppe zum Jubeln ansetzen durfte. Es waren aber nicht die Gäste-Fans, es waren die Fans der 1b, die sich über das 1:0 durch Jörn Kugler nach einem Bilderbuch-Angriff freuten. Bei doppelter Überzahl war es Bastian Retzlaff mit einem Zuspiel aus dem eigenen Drittel auf Thomas Koch, der dann auf der rechten Seite Vollgas gab und damit die Harsefelder überlief; Nutznießer war dann der mitgelaufene Jörn Kugler, der den Pass zur Mitte ohne Schwierigkeiten zur Führung verwertete. Vier Minuten später fiel sogar das 2:0. Die Entstehung war fast dieselbe, nur, dass Walto Hendriks nach einem Abspielfehler der Harsefelder den Pass gab. Thomas Koch ging erneut über rechts durch und sparte sich dabei auch den Pass zur Mitte. Er verwertete gleich selbst. Mit dem doch überraschenden 2:0 ging es dann auch in die erste Pause.

Nach gut einer halben Minute im Mittelabschnitt hatten dann die Gäste in Überzahl die Möglichkeit zur Ergebniskorrektur. Aber da waren ja noch diese Konter der 1b. Fabian Müller und Thomas Koch erhöhten innerhalb von 108 Sekunden auf 4:0. Getreu dem Motto „Unterzahl sch***egal“ durften dann auch die Gäste ran und erzielten das 1:4 aus ihrer Sicht durch Sebastian Schröder. Die Gäste-Fans skandierten danach zwar „Jetzt geht‘s los“, aber letztlich war es das in diesem Abschnitt. Die Harsefelder blieben zwar bemüht und spielten optisch auch gefällig, es sprang aber nichts dabei heraus. FASS blieb bei seiner Konter-Taktik, jedoch auch damit wollten keine Tore mehr fallen.

Die letzten 20 Minuten zeigten dann nochmal fast alles, was der Herz eines Eishockeyfans begehrt, wobei es nun aber ein wenig „nickelig“ wurde, ohne dabei einer Mannschaft die Schuld zuschieben zu wollen. Die Gäste, wohl leicht frustriert ob des Ergebnisses und einiger Schiedsrichterentscheidungen und FASS, die dagegenhielten. So lief das Spiel Gefahr „umzukippen“, beruhigte sich dann aber glücklicherweise wieder, was mit Sicherheit auch an weiteren Treffern der Hausherren lag, denn Walto Hendriks (2) und Bastian Retzlaff schraubten das Ergebnis durch ihre Tore in der 46., 48. und 53. Minute auf 7:1, so dass sich die Tigers in ihre Niederlage fügten. Ebenfalls in der 53. Minute gab es dann noch ein unschönes sowie unglückliches Ereignis, da nach einem Zweikampf, bei dem der Harsefelder Chris Jesgarsch liegen blieb, wurde gegen Jörn Kugler eine Matchstrafe wegen eines Stockstichs ausgesprochen. Es wird verzichtet, hier nãher darauf einzugehen. Es kann aber festgestellt werden, dass beide Spieler danach bei den Schiedsrichter waren und die Entstehung als unglücklich und „halb so wild“ darstellten. Die Strafe konnte natürlich nicht zurückgenommen werden, aber zumindest wurde alles so in einem Zusatzbericht vermerkt und nun bleibt es nur noch, die Entscheidung des Verbandes abzuwarten. So war denn auch nach 60 Minuten Schluss und die Wundertüte Verbandsligamannschaft wurde ihrem Ruf mal wieder gerecht und damit an diesem Tage auch die einzige FASS-Seniorenmannschaft, die in ihrem Heimspiel siegreich blieb, denn sowohl für die „Erste“ gegen Niesky als auch für das Landesliga-Team gegen die Berlin Blues hatte es zuvor doch deutliche Niederlagen gegeben.

Schiedsrichter: Niedermeyer, Betnerowicz

Tore:

1:0 (13:06) Kugler (Th. Koch, Retzlaff) PP2, 2:0 (17:26) Th. Koch (Hendriks) PP1

3:0 (20:36) F. Müller (N. Koch) UZ1; 4:0 (22:24) Th. Koch UZ1, 4:1 (24:52) Schröder (Wolfram) UZ1

5:1 (45:36) Hendriks (Th. Koch), 6:1 (47:14) Retzlaff (Hendriks), 7:1 (52:12) Hendriks (Kugler)

Strafen: FASS 10 + MS (Kugler/Stockstich) (2/8/25) - Harsefeld 14 (8/4/2)

Matze für FASS Berlin 1c